Mit zehn Punkten aus sechs Partien ist die junge Mannschaft des MSV Neuruppin II bemerkenswert in die Landesklasse-Saison gestartet. Nach zuletzt drei Siegen in Folge (inklusive Kreispokal) gab es nun jedoch einen Rückschlag. Das Heimspiel gegen den Teltower FV wurde mit 0:1 verloren. Dem aktuellen Spitzenreiter boten die Neuruppiner jedoch mächtig Paroli. Das bestätigte auch Abwehrspieler Sören Grashoff (24 Jahre) im Interview nach dem Spielende.

Wie haben Sie das Spiel gesehen?

Unser Spielplan ist nicht aufgegangen, das frühe Gegentor war bitter, weil wir die ersten zehn Minuten nicht voll bei der Sache waren. Danach haben wir gegen einen starken Gegner gut mitgehalten. Es war ein offener Schlagabtausch, bei zwei Pfostentreffer hatten wir Glück, doch auch wir hatten zwei klare Chancen. Wir mussten mal wieder lernen, in der Landesklasse kann ein Tor zum Sieg reichen.

Wie fanden Sie das Spiel des Spitzenreiters?

Man hat gesehen, der Gast hatte einen Spielplan, den hat er durchgezogen, das hat mir gefallen. Das war bisher das stärkste Team, spielerisch vielleicht nicht super, aber defensiv sehr stabil, sehr engagiert sowie clever.

Die ersten Spiele als Aufsteiger in die Landesklasse sind vorbei, ist der MSV II in der Spielklasse angekommen?

Ich glaube ja, gegen Weisen haben wir Punkte verschenkt, gegen Wittenberge hatten wir einen Punkt verdient, aber 1:2 verloren. Die Partien gegen die Falkensee Teams waren Charaktertests, die wir bestanden haben. Auch heute war die Leistung okay, obwohl es spielerisch sicher besser geht. Zehn Punkte nach sechs Spielen sind in Ordnung. Wir sind immer noch ein junges Team (im Schnitt 22,3 Jahre, d. Red.), aber alle Spieler sind gut ausgebildet und haben bewiesen, sie können mithalten.

Was hat sich verändert gegenüber der Vorsaison?

Also, als ich als A-Junior zunächst ins erste Männerteam (Brandenburgliga) kam, war dies ein Riesenschritt. Da hatte ich schon Probleme. Dann mit der Zweiten auf Kreisebene zu spielen, war viel lockerer. Da wurden wir nur in den Spitzenspielen wirklich gefordert. Jetzt heißt es eben, in jedem Spiel einhundert Prozent geben. Ich glaube, dass haben alle Spieler inzwischen gemerkt. Die Trainingsbeteiligung hat wieder zugenommen, vorher waren wir sieben bis acht, jetzt sind es 15 Spieler, es macht wieder mehr Spaß. Klar, uns fehlen noch etwas Cleverness und Erfahrung, aber wie sich alle Spieler reinhauen, ist schon super. An mir selber merke ich es auch, ich bin jetzt nach jedem Spiel richtig k.o., das war auf Kreisebene nicht immer so.