Ellfeldt und sein Trainerteam schließen die Suche nach Ergänzungen derzeit keineswegs ab. Vor allem auf der Position des Innenverteidiger drückt beim Tabellen-Elften noch der Schuh. Verlassen wird Peter Schaden (oberes Foto) seinen Heimatverein. Er wechselt zum Langener SV, Staffel-13. der Landesklasse. Dass der technische beschlagene junge Mann diesen Schritt nimmt, überrascht ein wenig. "Aber er will zu seinem Kumpel Silas Adermann", erklärt Ellfeldt. Mit Dennis Barsikow meldet der Langener SV 02 einen weiteren Neuen. Er spielte für den RSV Maulwürfe, beim TSV Wustrau und seit drei Serien für Kreisligist Walsleben.

Zwei Syrer aus Rheinsberg

Neu-Unioner werden nun zwei Rheinsberger: Vom Kreisligisten kommen die Syrer Ahmad Salama Alalawesch sowie Damir Thaer. Der eine wohnt bereits in Neuruppin, der andere will das demnächst. Daher suchten sie eine sportliche Möglichkeit, um in der Kreisstadt auch privat Fuß zu fassen. Ahmad (22 Jahre/im Hintergrund) fiel als zweikampfstarker Innenverteidiger beim Kreisligisten auf. Ihn bezeichnet der Coach als "ungeschliffenes Talent". Neun Jahre älter ist Damir (im Schuss), der als Brecher in der Offensive für Aufmerksamkeit sorgte: ein Zwölf-Tore-Mann.
Vom Oranienburger FC Eintracht kommt Christian Simroth, wenn auch nicht vom Brandenburgliga-Team sondern dem aus der Landesklasse. Der 22-Jährige ist Polizist in Neuruppin, auf dem Platz ein "lautstarker, extrem robuster Spieler, ohne Schnörkel in seinen Aktionen". Der Coach sieht ihn in einer verantwortungsvollen Position im defensiven Bereich. "Er wird unserem Spiel eine neue Facette geben", zeigt sich Ellfeldt neugierig nach zwei Wochen gemeinsamen Trainings.
Der nächste 22-Jährige und damit einer, der in die Vereinsphilosophie – jung, regional, auf dem Sprung, talentiert – passt, ist Justin Größer. Ein Allrounder, der beim MSV Neuruppin in Juniorenmannschaften ausgebildet wurde, dann aber seine Anforderungen herabsetzte. Die Lust am runden Leder kehrte beim SV Blau-Weiß nicht nur zurück, der Mann mit dem Gardemaß (1,90 Meter) will sich höherklassig testen.

Dreikampf auf Keeperposition

Ein wenig schert der fünfte Neue aus dem Unioner Muster: Oliver Jundel, 28 Jahre, ein Fußball-Verrückter. Er kommt vom ehemaligen Landesligisten FSV Mirow/Rechlin, ist kein Unbekannter in der Region. Während seiner Ausbildung in der Beruflichen Schule führte er den Lindower SV zum Kreismeistertitel. Jundel verlagert seinen Lebensmittelpunkt in die Fontanestadt und soll eine der wesentlichen Unioner Baustellen stopfen und für Konkurrenzkampf sorgen.
Es ist ein Dreikampf auf der Keeper-Position zwischen Max Hanke, Christian Berger und ihm zu erwarten. Ellfeldt betont: "Alle drei fangen bei Null an." Zudem stehen ja mehrere Haudegen dem Verein zur Verfügung, falls Not am Mann eintreten sollte. Das sind Lars Pickert, Tizian Fuelbier oder Dustin Wolter, Stefan Fechner. Und, darauf weist der Trainer explizit hin: "Wir haben bei den A-Junioren richtig Gute am Start."