Solche Partien, wie beim 1:1 gegen die SG Michendorf, sind nicht gerade die liebsten Spiele von Unions Torjäger Markus Filarski. Gegen die spielstarken Gäste musste der 30-Jährige am Sonnabend im Landesklasse-Match der Neuruppiner vor allem Defensivarbeit leisten. „Doch, wenn es am Ende dafür einen Punkt gibt, ist es super und man macht es gern für das Team“, sagte er nach dem Spiel. Filarski wirkte zufrieden.

Dickes Lob an die Unioner vom Trainer

Michendorf hatte schon vor der Halbzeitpause Feldvorteile, baute sein Spiel ruhig auf, suchte die Lücke in der Unioner Defensive. Filarski und seine Offensivkollegen hatten die Aufgabe, immer wieder anzulaufen, um das Aufbauspiel der Michendorfer zu stören. „Das haben sie stark gemacht, Michendorf musste so immer wieder den langen Ball spielen“, lobte Unions Trainer Stephan Ellfeldt den nimmermüden Einsatz seiner Offensivkräfte. Erkämpfte sich Union den Ball, sollte nach seinem Plan schnell gezielt nach vorn gehen. Markus Filarski, Christian Lenz und Marco Wornest kamen dann ihren Hauptaufgaben nach, schwärmten aus, spielten direkt oder machten den Ball fest, damit andere nachrücken konnten. Mit guten Aktionen sorgten sie somit immer wieder für Entlastung. „Mit uns dreien klappte es gut. Wir wissen jetzt, wie wir spielen müssen, kennen die Laufwege. Nur der letzte Pass kam noch nicht genau genug“, resümierte Filarski. Er bereitete das überraschende 1:0 mit einem Freistoß vor, den der Gästekeeper prallen ließ. Marcus Krahl hatte das richtige Näschen und traf im Nachsetzen. Nur wenig später verzog Filarski nach Pass von Lenz knapp. „Da hätte ich wohl noch ein, zwei Schritte gehen können, es war etwas überhastet“, übte er Selbstkritik.

Filarski: „Viel Kraft gekostet“

Nach dem Seitenwechsel musste Unions Sturm-Ass noch mehr laufen, aber vor allem in Sachen Defensive. Michendorf machte verstärkt Druck, die Lücken in der Unioner Abwehr wurden größer. „Klar macht das keinen Spaß, aber wenn man sieht, wie alle kämpfen, will man nicht zurückstecken“, erklärte Teamplayer Filarski. So setzten er und seine Mitspieler immer wieder nach, vielleicht lag es auch daran, dass die Unioner Konterchancen zu ungenau ausspielten. „Das kostet schon Kraft. Wir hatten dann ja vier-, fünfmal richtig gute Konterräume, spielten da zu ungenau oder trafen die falsche Entscheidung“, so Filarksi. Trotzdem hatte Lenz die große Chance zum 2:0. „Er wollte sich den Ball auf seinen starken rechten Fuß legen, da konnte Michendorf dann noch stören. gelingt Christian da das 2:0, gewinnen wir“, meinte Filarski.

Routinier stärkt Youngstern den Rücken

Kurz vor dem Ende schaffte der Gast dann doch den Ausgleichstreffer zum 1:1. „Ich finde, wir haben gegen spielerisch und technisch starke Gäste ein gutes Spiel gemacht. Für unsere junge Truppe war es ein verdient erkämpfter Punkt. Man merkt aber, den Jungs fehlt noch etwas an Erfahrung, aber hier kann etwas zusammenwachsen“, so Filarski. Er stellte klar, so ein gestandener Akteur wie Steven Wolter (Karriereende) oder die verletzten Jannis Steinke und Sebastian Miessner sind nicht so einfach zu ersetzen, „aber die Jungs haben alles gegeben, haben sich gegenseitig geholfen. Ab und zu hat halt die Ruhe gefehlt. Das man dann als Stürmer auch mal ungeliebte Wege gehen muss, ist doch klar“, räumte Filarski ein. Er sei jedenfalls zufrieden, mit der Partie und dem Punkt.
„Mir macht es Spaß hier zu spielen. Schön, das junge Spieler nachrücken, wie sie sich reinhauen und lernen, besser werden“, stellte er klar. Und die nächste schwere Aufgabe wartet schon auf die Unioner. Sie müssen am kommenden Sonnabend zu den spielstarken Nauenern. Filarski ahnt, auch da wird er wieder viel Arbeit als erster Unioner Defensivspieler haben.