Ein verwirrter 53-jähriger Berliner hat am Donnerstag in Neuruppin gleich mehrere Menschen angegriffen, bevor er schließlich festgenommen werden konnte. Zuerst ging er gegen 12 Uhr an der Virchowstraße auf eine 35-jährige Frau los. Er war mit dem Fahrrad an ihr vorbeigefahren, hatte das Rad kurz abgestellt und ihr unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Frau, die dabei eine blutende Wunde erlitt, rettete sich nach Polizeiangaben in einen Hauseingang, woraufhin der Mann weiterging.

Täter stellte an der Polizeiwache sein Rad ab und verschwand

Gegen 20 Uhr erschien dann eine Person, auf die die Täterbeschreibung des Vorfalls passte, in der Neuruppiner Polizeiwache. Er stellte dort sein Fahrrad mit wirren Angaben im Besucherbereich ab und verließ, bevor er befragt oder aufgehalten werden konnte, die Inspektion. Kurz danach tauchte er aber wieder auf: diesmal am Bahnhof Rheinsberger Tor. Dort schubste er einen am Bahnsteig wartenden 54-jährigen Neuruppiner unvermittelt von hinten auf die Gleise. Der Mann verletzte sich, konnte aber selbständig das Gleisbett wieder verlassen.
Der Täter hingegen stieg mit brennender Zigarette in den kurz darauf einfahrenden Zug ein und randalierte dort. Die Polizei wurde alarmiert und traf vor Ort auf den Berliner, der sich augenscheinlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Er wurde in Gewahrsam genommen und, nachdem Notarzt und Rettungswagen hinzugerufen worden waren, ins Krankenhaus eingewiesen. Die Ermittlungen dauern an.