Wie Temnitztals Bürgermeister Michael Mann am Freitag sagte, liegen die eigentlichen Bauarbeiten im Plan. Die Fahrbahn sowie die Grundstückszufahrten sind bereits fertig. Am Ende des Mühlenwegs soll nun noch eine Sedimentationsanlage eingebaut werden. Bei den Tiefbau-Arbeiten dafür fand sich eine Holzkonstruktion in etwa anderthalb Metern Tiefe. Wie die Archäologin Andrea Weishaupt sagt, handelt es sich dabei wahrscheinlich um eine Rinne, die Wasser zur Mühle transportierte, oder in der das Mühlrad eingebettet war. Weishaupt dokumentiert den Fund und hat Proben des Holzes ins Labor geschickt, um das Alter sicher bestimmen zu können. Da das Loch für die Sedimentationsanlage mehr als drei Meter tief werden die historischen Überreste dann entfernt.
Ursprünglich sollte die Mühlenstraße Mitte Oktober fertiggestellt werden. Mann geht davon aus, dass sich das Bauende durch die archäologischen Arbeiten nun auf Ende des Monats verschiebt.
Die Gemeinde stemmt die Investition in Höhe von 418 000 Euro -komplett aus eigenen Mitteln. Weishaupt geht nicht davon aus, dass es durch den Fund zu einem Kostenanstieg kommt.