Es entwickelte sich eine ungewöhnlich nervöse Anfangsphase. Nach zehn Minuten stand es erst 2:2. Da Berlin weiter den Erfolg über den Rückraum suchte, wurde der zentrale Aufbau durch Unions Megan Gelhorn zugestellt. Das zeigte Wirkung. Union agierte jetzt, und über das Kreuzen mit Sina Maurer traf Lisa Röckner aus dem Rückraum. Beim Stand von 6:5 ging Union erstmals in Führung. Taktisch versuchten beide Mannschaften immer wieder das Spiel zu verlagern. Da beide Torhüter einen guten Tag erwischten, konnte Union über die Außen Nele Mielke und Dana Maurer punkten. Nach dem Wechsel kam Pfeffersport mit viel Dampf aus der Kabine und aus dem Rückraum. Binnen zwei Minuten erreichten die Berliner den Ausgleich. Union wirkte verunsichert. Die zentrale Abwehr ackerte zwar, bekam den Ball aber nicht unter Kontrolle. "Wir verloren hier etwas den Faden", so Coach Rudolf Rienaß.
Berlin zeigte jetzt seine Klasse vor allem aus dem Rückraum und über das Tempospiel nach Ballgewinn. Die Mädels vom Prenzlauer Berg erhöhten mit einem 6:0-Lauf auf 13:9. Den Gildenhallern gelang nicht viel im Angriff. Zwar steigerte sich die Abwehr um Ariane Neumann noch einmal. Die Berliner zogen dennoch auf 20:12 davon.