Christian Will und Wilfried Mundchen widmen sich nach etlichen Jahren gemeinsamer Arbeit Pflichten im privaten Bereich, die vielleicht in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen waren. Beide führten den damaligen Landesligisten nicht nur 2016 in die Verbandsliga. Als Team wurden die "Willis", so die Spitznamen der Beiden, zu "Trainern des Jahres" gewählt und damit eine herausragende Zeit gekrönt.
Auch im zweiten, vermeintlich als schwerer bezeichneten Jahr wird die Männermannschaft die Klasse halten. Sie ist nach dem 24:21 (13:9) gegen SSV Falkensee vom Sonnabend Tabellensiebter (von elf). Das Abrutschen auf Rang acht ist möglich, ändert aber nichts mehr am Erreichen des primären Saisonziels: Klassenerhalt, um eine dritte Saison in der Verbandsliga anzugehen.  
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Dieser Aufgabe stellt sich als Mann am Steuer dann Michael Drefahl. Er trainiert derzeit die C-Jugend, rückt aber als Chefcoach auf. Teil I der Lösung auf den Trainerstühlen. Teil II ist noch offen. "Wir sind noch nicht ganz soweit", gestand HCN-Präsident Olaf Dau am Sonnabend. Was er wusste: Die Mannschaft wird so zusammenbleiben. Weil der Verein weiterhin von einer Ausbildungslücke betroffen ist, fehlen zwei Jahre. "Dann kommen die jetzigen B-Junioren", freute sich Dau auf die potenziell Neuen. Solange müssten wohl die Alten Hasen wie Christian Koall oder Christian Lück ihre Erfahrung in den Dienst des Teams stellen. Auch Dennis Plötz deutete an, dass er seine hartnäckige Verletzung über ein Jahr auskuriert hat und durchaus wieder angreifen will.
Der HCN verabschiedete sich am Sonnabend mit einer Zitterpartie von seinen Fans. Zwar führte das Team um den wieder heftig einsteckenden Marcel Pekrul zur Pause mit 13:9. Aber "wir fallen bestimmt wieder in das typische Loch der zweiten Halbzeit", befürchtete Tagessponsor Peter Haase. So kam es: Falkensee holte auf und lag beim 15:14 in Schlagdistanz. zu was die Neuruppiner als Mannschaft in der Lage sind, bewiesen sie mit den folgenden Angriffen: Vier an der Zahl wurden gefahren, viermal netzte der HCN ein, vier Torschützen zeichneten dafür verantwortlich: Jonas Simon, Marcel Pekrul, Fabio Pastor und Marten Bukowski mit einem Tor der Marke "großes Kino". Der ehemalige Trainer Peter Knebel zu dieser Phase. "Ich musste Angst um mein Herz haben", gestand er. Aus Premnitz war er extra angereist, um die Jungs seines Herzens noch mal in Aktion zu sehen. Auch in den letzten fünf Minuten stellte sich nochmals eine Leistungsdelle beim Gastgeber ein. Er brachte die Führung aber letztlich durch.
Trainer Christian Will sah seine Mannschaft zwar nie in Rückstand. Jedoch war eine klasse Torwartleistung nötig, um den vierten Heimsieg festzuhalten. Tobias Kröcher habe mit seinen Paraden den Grundstein gelegt, analysierte der scheidende Coach nach seinem vorletzten Spiel. "Wir taten uns schwer im Angriff. Das sah nicht unbedingt nach Struktur aus, was wir da gezeigt haben."