Die Stadtverordneten haben jüngst besprochen, welche Projekte gegebenenfalls gestrichen werden können, um weniger Geld aus dem Sparstrumpf nehmen zu müssen. Am Ende der Debatte kamen aber sogar leicht höhere Ausgaben zustande. Wie Kämmerin Doris Bergmann erklärte, weist der Ergebnishaushalt ein Plus in Höhe von 65 500 Euro aus. Die geplanten Vorhaben würden, zumindest den Ergebnishaushalt, mit 246 700 Euro belasten, wodurch 181 200 Euro aus der Rücklage genommen werden müssten. Diese beläuft sich auf 436 600 Euro. Einer der größten Kostenpunkte in der Investitionsliste betrifft die Wiederinbetriebnahme der ehemaligen Kita für den Hortbetrieb.
Schulanbau wird geplant
334 200 Euro waren dafür eingeplant. Weil sich die Abgeordneten mittlerweile einig darüber sind, dass bei einem Ganztagsschulbetrieb die Kinder nicht erst von der Schule zu einem anderen Ort gehen sollen, wird von der Wiederinbetriebnahme der alten Kita inzwischen wieder abgesehen (wir berichteten). Zwar konnten die Ausgaben dadurch drastisch reduziert werden. Da diese aber nur im Finanzhaushalt anfallen, wirken sie sich auf den Ergebnishaushalt nicht aus. Deshalb wird die Stadt dennoch ans Ersparte gehen müssen. Immerhin: Durch den Verzicht reduzieren sich die Ausgaben im Finanzhaushalt. Von den ursprünglichen 334 200 Euro bleiben nur 100 000 Euro übrig. Diese sollen in die Planungskosten für einen Anbau an die Schule fließen. Dieser soll zusätzliche Kapazitäten für den Hort schaffen.
Zu weiteren großen Kürzungen konnten sich die Stadtverordneten nicht durchringen. Nur an drei Stellen wurde gespart. So wurden 8 000 Euro für die Entsorgung von Asbest gekürzt, weil die Abgeordneten nicht glauben, dass die eigentlich eingeplanten 10 000 Euro dafür tatsächlich benötigt werden. Das Budget für Weihnachtsbeleuchtung auf dem Marktplatz wurde von 9 000 auf 3 000 Euro reduziert. Und die Ausgaben für die Pflasterung des Wegs zum Mühlrad wurden von 15 000 auf 12 000 Euro festgelegt. Allerdings wünschen sich die Abgeordneten, dass 2020 mit den Planungen für einen Radweg von Schönberg nach Herzberg begonnen wird. Dafür würden zusätzlich 20 000 Euro anfallen.
Doris Bergmann arbeitet die Änderungen nun in den Etatentwurf ein. Sie geht davon aus, dass der Haushalt im Januar beschlossen werden kann.

Geplante Investitionen


Der Umbau der Beruflichen Schule für Sport und Soziales kostet 119 700 Euro. 107 600 Euro werden durch Fördermittel abgedeckt. Den restlichen Eigenanteil übernimmt der Träger. Im Haushalt der Stadt ist das Projekt ein Durchläufer.

Für den Bau eines Radwegs zur Salusklinik sind 461 000 Euro veranschlagt. 345 000 Euro werden durch Fördermittel getragen. Der städtische Eigenanteil beträgt 116 000 Euro.

Neue Straßenlaternen am Kanal sollen für 32 000 Euro aufgestellt werden. Weitere 124 000 Euro fallen für die Straßenbeleuchtung an der Bahnhofsiedlung an. Es sind jedoch 41 000 Euro Fördermittel beantragt.

Der Straßenbau an der Harnackstraße schlägt mit  276 500 Euro zu Buche. Der städtische Eigenanteil beläuft sich auf 152 000 Euro.

Ein Spielplatz in der Bahnhofsiedlung soll für 10 000 Euro entstehen. Weitere 15 00 Euro sind für Spielgeräte im Stadtpark eingeplant.

Die Friedhofsanlagen in Lindow sollen für 12 000 Euro saniert werden. bk