Von 9 bis 16 Uhr wird es das Beratungsangebot am Freitag, 19.September, geben. Die Spezialsprechstunde ist vor allem deshalb eingerichtet worden, weil ein besonderer Fonds des Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen kommunistischer Diktatur aufgefüllt worden ist - jener Topf, der ehemaligen Heimkindern eine immaterielle oder materielle Wiedergutmachung ermöglichen soll. Unter anderem ist es möglich, eine einmalige Ausgleichszahlung als Rentenersatz zu erhalten, zum Beispiel für Zwangsarbeit zur Zeit des Heimaufenthalts.
"Wer sich mit einem Antrag an den Fonds beschäftigt, bei dem bricht vieles wieder auf", so Gritt-Sarina Kirsch-Lawrenz von der Opferhilfestelle. Deshalb gebe es das Angebot der psychologischen und sozialen Beratung. Damit verknüpft ist auch die Hilfe dabei, einen Antrag zu stellen.
Viel Zeit dafür bleibt nicht mehr: Bereits am 30.September läuft die Frist ab. Grundsätzlich ist die Hilfe an keine besonderen Bedingungen geknüpft. Personen, die Heimaufenthalte nachweisen können, sind auch unterstützungsberechtigt. Denn: "Heimkinder waren in der Regel Demütigungen, Freiheitsberaubung und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt", so Gritt-Sarina Kirsch-Lawrenz.
Die Ruppiner Opferberatungsstelle befindet sich in der Bilderbogenpassage, Neuruppiner Karl-Marx-Straße 33/34, und ist per Telefon unter (03391) 512300 beziehungsweise per Mail neuruppin@opferhilfe-brandenburg.de zu erreichen.