Nicht wenige Menschen suchen in Neuruppin eine Immobilie. Wer in den vergangenen Wochen im Internet die einschlägigen Portale durchsuchte, stolperte dabei immer wieder über das Sportcenter und Sporthotel an Trenckmannstraße. Das ist sicher nicht für jeden Geldbeutel etwas, aber mit seinen Freizeit- und Sportmöglichkeiten außerhalb der Pandemie einer der wichtigsten Anlaufpunkte für viele Sportler und Familien der Region. Baujahr 2000, 30 Zimmer, zehn Bowlingbahnen, vier Kegelbahnen und mit vielen anderen Details wurde das Objekt beworben. Dazu eine Luftaufnahme. Kaufpreis für das Areal an der Trenckmannstraße sieben Millionen Euro.

Kaatzsch will nicht verkaufen

Allerdings: Familie Kaatzsch, die das Objekt gebaut hat und von Beginn an betreibt, will laut eigenen Angaben derzeit gar nicht verkaufen. Das Immobilienbüro aus Berlin, das die Anzeige geschaltet hatte, sagte auf Nachfrage, dass diesem ein unterschriebener Auftrag zum Verkauf vorliegt. Warum die Eigentümer nichts von dem Angebot wissen, konnte sich der Makler nicht erklären.

Angebot ohne Zustimmung der Eigentümer

Das stimmt nicht, betont Unternehmer Dr. Ulrich Kaatzsch auf Nachfrage. Zwar sei vor zwei Jahren mal über einen Verkauf nachgedacht worden. Einen Auftrag, das Sportcenter zum Verkauf anzubieten, habe er aber nie an einen Makler gegeben. „Das ist ohne unser Wissen und unsere Genehmigung angeboten worden“, sagt er. „Wieso sollte ich das machen wollen?“, befand auch Geschäftsführerin Bärbel Kaatzsch. Ihr sei es derzeit viel wichtiger, die gesamte Anlage während der Zwangsschließung in der Corona-Pandemie zu warten und zu erhalten, damit es nach dem Lockdown gleich wieder der Betrieb hochgefahren werden könne.

Alles bleibt, wie es ist

Ulrich Kaatzsch betont, dass kein Verkauf sowie kein Betreiberwechsel bevorsteht und sich daher auch nichts an den bestehenden Vereinbarungen mit den Sportlern ändern wird. Ulrich Kaatzsch hat kurz nachdem er von der Anzeige erfahren hat, das Immobilienbüro aufgefordert, diese zu löschen. Einen Rechtsstreit wolle er deswegen nicht anzetteln.