"Wir benötigen im Amt dringend weitere Kita-Plätze", so Kresse mit Hinweis auf den Kita-Bedarfsplan. Doch das Amt wolle eine weitere Einrichtung nicht unbedingt selbst bauen, erklärt der Amtsdirektor. Daher sei man auf der Suche nach einem möglichen Kooperationspartner. Den könnten die Temnitzer im DRK Ostprignitz-Ruppin finden. "Ja, wir würden uns gern der Aufgabe stellen, eine Kita im Amt Temnitz zu betreiben", bestätigt Sattelmair. Das DRK hat bereits in Kyritz eine große Kita, so der DRK-Geschäftsführer, die aktuell zudem erweitert werde. Auch an der Schule am Kastaniensteg in Neuruppin ist das DRK im Hortbereich aktiv. "Wir fühlen uns der Aufgabe gewachsen, und der Bedarf ist da", betont Sattelmair.
Marco Huck will investieren
Doch keinesfalls wolle das DRK als Investor auftreten. Und jetzt kommt wieder Boxweltmeister Marco Huck ins Spiel, der Interesse gezeigt habe, in der Region zu investieren, berichtet Sattelmair. Marco Huck sei an ihn mit diesem Wunsch herangetreten. "Eine Option wäre eine Kita." Sattelmair betont jedoch, dass das Treffen am Donnerstag in Walsleben erst ein Kennenlernen, ein erstes Vorgespräch zwischen dem Amtsdirektor und dem Sportler gewesen sei.
Das bestätigt auch Thomas Kresse, der berichtet, dass auch über den Temnitzpark gesprochen wurde. Doch dem Amtsdirektor scheint an der Idee, dass der Boxer, der auch unter seinem Spitznamen "Käpt’n Huck" in der Sportszene Karriere machte, im Amt Temnitz eine Kita baut, die vom DRK betrieben werden könnte, Gefallen zu finden. "Das wäre dann die erste Käpt’n-Huck-Kita in Deutschland", wirft der Amtsdirektor einen Blick in die Zukunft. Diese Einrichtung könne dann die Schwerpunkte Ernährung und Bewegung haben, so Kresse nach dem Gespräch.
Doch noch befinde man sich ganz am Anfang im Diskussionsprozess. So sei weder über einen Standort der Kita noch über die Größe der Einrichtung gesprochen worden. Da haben dann auch der Amtsausschuss ein Wort mitzureden, erklärt Amtsdirektor Thomas Kresse.