Einige Fehrbelliner Pläne gingen in diesem Jahr nicht auf. Der Kurfürsten-Geburtstag kann nicht gefeiert werden und die Zusage für einen Radweg bleibt aus. Aber neue große Investitionen deuten sich an.
Januar
­Sorgen auf dem Karolinenhof: Auf dem Areal des benachbarten Ökohofes Kuhhorst soll ein etwa 40 Meter hoher Mobil-Funkmast gebaut werden. Die Karolinenhofer befürchten, dass der Mast Besucher verschreckt.
Februar
Für den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg sollten 2020 eigentlich die Korken knallen. Am 16. Februar jährt sich der Geburtstag des Feldherren, der in der „Schlacht bei Fehrbellin“ die Schweden in die Flucht schlug, zum 400. Mal. Wegen der Corona-Pandemie fallen aber alle Feiern aus.
Weniger Angebote in Linum und in Hakenberg: Im Storchedorf macht man sich Sorgen um die Zukunft der Strochenschmiede, weil der Nabu diese nicht mehr halten kann. Der Bäcker musste seinen Laden schließen, weil er kein Personal mehr findet. In Hakenberg kündigt die Fleisch GmbH an, ihren Hofladen zu schließen. Dort zieht später aber ein anderer Betrieb ein.
März
Schlussstrich unter den Ermittlungen gegen die Schlachter in der Hakenberger Fleisch GmbH. Die drei Männer erkennen ihre Verstöße gegen das Tierschutzgesetz aus 2018 bereits mit dem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft an. Sie müssen Geldstrafen zahlen.
April
Der Radweg zwischen Flatow und Linum, für den Fehrbellin und Kremmen seit langer Zeit kämpfen, wird nicht vor 2030 gebaut.  Das teilt die Landesregierung auf eine Anfrage hin mit.
Mai
Neu in den Läden: Der Ökohof Kuhhorst erweitert sein Sortiment in den Läden. Neben Nudeln, Gebäck und Getreideprodukten gibt es künftig auch Milch.
Juni
In Lentzke ist Kunst zu sehen: Künstler Marcus Sendlinger arbeitete zwei Jahre mit Kindern der Evangelischen Schule in Neuruppin zusammen. Die Werke, die sie gestaltet haben, stellen sie auf seinem Hof aus.
Juli
Bei einer Pause im Fehrbelliner Truck-Center findet der Lkw-Fahrer Michael Schmidt eine Geldbörse mit 1335 Euro auf der Toilette. Anstatt mit dem Geld zu verschwinden, gibt er es bei der Polizei ab.
August
Protzen hat zwar einen restaurierten Guts­park. Aber der Teich des Gartenensembles wird nicht entschlammt, weil das zu teuer ist, entscheiden die Gemeindevertreter.
September
Fehrbellin will noch fahrradfreundlicher werden und sein Radwegenetz ausbauen. Die Gemeinde wird deshalb Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen.
Oktober
Neues Gesicht im Brandenburg-Preußen Museum in Wustrau: Christian Arpasi ist dort der neue wissenschaftliche Leiter.
Glück in Dechtow: Familie Zechlin braucht ein großes Auto, in dem die sechsköpfige Familie Platz hat und in dem der schwerbehinderte Gino transportiert werden kann. Dank vieler Spenden bekommt sie einen Kleinbus.
November
Die Enmira GmbH investiert in Wustrau etwa fünf Millionen Euro in drei Häuser mit 24 Ferienwohnungen. Baustart soll 2021 sein. Nachbarn sind mit den Plänen nicht einverstanden, weil dadurch eine Grünfläche verschwindet.
Eindeutiges Zeichen: Die Fehrbelliner Gemeindevertreter legen per Beschluss fest, dass sie den Bau von Windrädern im Gemeindegebiet ablehnen.
Baustart am Klärwerk: Der Zweckverband will seine Stromkosten senken und investiert deshalb in eine eigene Photovoltaikanlage.
Dezember
Gute Nachrichten: Die Storchenschmiede in Linum ist gerettet. Eine neue Gesellschaft, in der Nabu und Linumer verteten sind, will die Umweltbildungsstätte ab 2021 betreiben.
Fehrbellin wird wachsen: Der Neuruppiner Bauunternehmer Dr. Ulrich Kaatzsch möchte investieren und zwischen Luchstraße und Rhin ein neues Wohngebiet auf 3,6 Hektar Land entwickeln.