Die Oper aus der Feder der Librettistin Claudia Prietzel, die auch Regie führen sollte, stellt die Frage, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Menschen und das soziale Miteinander hat. Da der Komponist Aurélien Bello die Musik zum Libretto nicht mehr rechtzeitig fertigstellen kann, sehe sich die Festivalleitung außerstande, die Produktion zum vorgesehenen Zeitpunkt in diesem Jahr zu realisieren.
Bello hat in der Vergangenheit bereits Musiktheaterstücke für Rheinsberg komponiert, so etwa „Narziss und Echo“. Mit dem Ausfall der Weltpremiere in diesem Jahr wird eine noch junge Tradition unterbrochen, die der frühere künstlerische Leiter Frank Matthus eingeführt hat: In jedem Jahr sollte eine neue Produktion in Rheinsberg uraufgeführt werden. In den vergangenen Jahren fanden Stücke wie „Tucholskys Spiegel“ über das Leben des bedeutenden Satirikers und Schriftstellers Kurt Tucholsky sowie die Musikburleske „A Bad Mans Life“ aus der Feder von Frank Matthus große Beachtung. „Sybil, Es und Butler“ sollte die Reihe der Neuinszenierungen fortsetzen.(red)