Erlaubnis für die Betreuung von 68 Kindern

68 Kinder sollen zukünftig in der neuen Einrichtung Platz finden. So gibt es im rechten Teil des ebenerdigen Gebäudes vier Gruppenräume für je zwölf Kinder über drei Jahren und im linken Gebäudeteil zwei Räume für je zehn Krippenkinder, die je von zwei Erziehern betreut werden. Zu allen Gruppenräumen gehören zudem ein Nebenraum, der beispielsweise als Ruhe- oder Schlafraum genutzt werden kann, sowie ein eigener Badbereich. "Wir freuen uns total", begeistert sich Kita-Leiterin Sophie Hertzke.
Die 31-Jährige leitete zuvor seit 2015 die Kita "Sonnenschein" in Werder und seit 2017 auch die Kränzliner Kita "Marienkäfer", die jetzt gemeinsam in dem neuen Gebäude untergebracht sind. "Die Kinder kennen sich von gemeinsamen Festen", so Hertzke. Am Montag wird sie gemeinsam mit neun anderen Erzieherinnen und zwei Hauswirtschaftskräften die aktuell 53 Kinder in der "Wilden Wiese" begrüßen. "Die Betreuung des Baus war spannend", verrät Sophie Hertzke, die dankbar ist, dass das Team in die Planungen einbezogen wurde. So durfte sich jeder Kollege auch an dem Farbkonzept beteiligen, so dass die Kinder bereits im großzügigen Eingangs- und Garderobenbereich anhand von Farbtafeln erkennen können, in welcher Gruppe sie sind und wo sie Jacke und Schuhe abstellen können.

Kinderküche, -restaurant und Mehrzweckraum

Das Gebäude sei flächenmäßig sehr großzügig angelegt worden, freut sich die Pädagogin. "Es gibt viele offene Bereiche, und auch die breiten Flure können von den Gruppen mitgenutzt werden." Insgesamt hat das Gebäude eine Nutzfläche von 765 Quadratmetern verteilt auf 41 Räume. Dazu zählt neben Kinderküche und -restaurant auch ein Mehrzweckraum, den die Kita für Bewegungsangebote und später für monatliche Treffen mit Senioren nutzen will. Dieser Raum, der aktuell noch nicht fertiggestellt ist, weil der Schallschutz in Boden und Wänden noch installiert werden muss, ist unabhängig von der Kita zugänglich und verfügt über eigene Sanitäranlagen. So können später auch Vereine oder die Senioren den Raum nutzen. Abgerundet wird der Neubau durch großzügige Außenanlagen mit alten und neuen Spielgeräten sowie einen Planschbereich unter einem Sonnensegel. Vor dem Gebäude gibt es Parkplätze für die Mitarbeiter und einen speziellen Bereich für die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen.
2,14 Millionen Euro hat der barrierefreie Neubau gekostet, wobei 1,5 Millionen Euro Fördermittel sind. "Wir sind stolz, alles im Zeitplan geschafft zu haben", freut sich Katrin Pein, im Amt zuständig für die Kitas. Der Bau hat nicht einmal ein Jahr gedauert: Im Oktober wurde der erste Spatenstich gesetzt, am Nikolaustag der Grundstein gelegt und im Januar Richtfest gefeiert. "Trotz Corona ist alles gut gelaufen", ist auch Planer Dirk Schwedland vom Ruppiner Architektur- und Ingenieurbüro zufrieden und lobt die Temnitzer Bauamtsleiterin Jenny Buschow. "Sie hat alle Bauherrenaufgaben bravourös gelöst." Jenny Buschow verspricht, dass es einen Tag der offenen Tür in der Kita geben wird, bei dem alle den Neubau ansehen können.