Wie die stellvertretende Schulleiterin Christine Wiese sagte, lernen derzeit 240 Kinder und Jugendliche in Neuruppin nach der Montessori-Methodik. Diese ist benannt nach der italienischen Medizinerin Maria Montessori, die 1907 in San Lorenzo, einem Armenviertel von Rom, ihr erstes Kinderhaus eröffnete, an der das Credo gelebt wurde "Hilf mir es selbst zu tun". Vor hundert Jahren folgte dann die erste Gründung in Berlin. 1923 eröffnete die erste Montessori-Schule in Jena. In Neuruppin wird 2021 die aus einer Elternintiative heraus entstandene Grundschule ihr 20-jähriges Bestehen feiern können. Träger der Einrichtung ist die IBiS Integrative Bildungsstätten GmbH.
Christine Wiese erläuterte, dass es eine der grundlegenden Besonderheiten der Montessori-Pädagogik ist, dass sowohl in der Grund-, als auch in der Oberschule jahrgangsübergreifend unterrichtet wird. Anders als bei dem an vielen Schulen sonst noch üblichen Frontalunterricht werden den Schülern vom Lehrer Anregungen vermittelt, mit denen jeder Lernende individuell umgehen kann. Die Kinder sitzen in kleinen Gruppen an zusammengestellten Tischen.
Bei Bedarf gibt es dann weitere, auf den jeweiligen Schüler zugeschnittene Anregungen, mit denen dieser weiterarbeiten kann. Von Anfang an wird den Kindern im Rahmen der "Kosmischen Erziehung" ökologisches und ganzheitliches Denken vermittelt. Ein gutes Leben und Miteinander der Menschen könne es nur in einer intakten Umwelt geben.