Lindows Tourismusmanagerin Stephanie Schaefer hat ein Konzept ausgearbeitet, das den Verkehr in der Drei-Seen-Stadt völlig neu regelt.

Umgekehrte Einbahnstraße

Das Papier sieht unter anderem vor, die Einbahnstraßenregelung am Markt umzukehren. Bisher kann man von der Harnackstraße kommend über den Marktplatz auf die Ortsdurchfahrt fahren. Das führt laut Schaefer dazu, dass Autos, die von der Innenstadt auf den Platz fahren, auf Höhe der Mühle wenden müssen, wenn sie keinen Parkplatz finden. Um diese Situation zu beruhigen, möchte Schaefer die Fahrtrichtung umdrehen. Demnach kann man vom Markt kommend künftig auf die  Harnackstraße oder weiter am Wutzsee entlang durchfahren. Wer vom Wutzsee kommt, muss künftig den Bogen über die Harnackstraße fahren, wenn er ins Stadtzentrum gelangen möchte.

Parkscheinautomaten

Laut Konzept sollen zudem an drei Orten im Stadtgebiet Parkscheinautomaten aufgestellt werden: am Markt, auf dem Platz der Einheit und am Gudelacksee. Vor allem Touristen stellen an diesen Orten ihre Fahrzeuge ab. Bisher ist das Parken dort mit Parkuhren reguliert. Laut Schaefer sollen künftig pro Stunde ein Euro fürs Abstellen der Fahrzeuge verlangt werden. Wie hoch die zu erwartenden Einnahmen sein werden, kann Schaefer noch nicht beziffern. Auch die Kosten für die Anschaffung der Automaten sind noch unklar. „Das hängt auch davon ab, ob wir sie kaufen oder leasen“, so Schaefer. Die Investition soll durch die Vermietung von Parkflächen an Einwohner gegenfinanziert werden. Dazu sollen auf der Fläche hinter dem Bürgerhaus „Alte Schule“ Parkplätze geschaffen werden, die die Stadt vermietet.

Antrag auf Tempo 30

Schaefer möchte beim Landkreis zudem beantragen, dass auf der Ortsdurchfahrt von der Kirche bis zum Platz der Einheit nur mit Tempo 30 gefahren werden darf. Der Bauausschuss hat dem Konzept seine Empfehlung gegeben. Die Stadtverordneten entscheiden Ende Oktober darüber.