Es war ein regelrechtes Gewimmel in der Stadt.  Nicht nur Rheinsberger, sondern auch Kunst- und Kulturinteressierte aus dem Umland eilten von einem Event zum anderen. Es gab Vorträge, Führungen, Gespräche, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Wanderungen und Buchvorstellungen. Vom Nachmittag  bis kurz vor Mitternacht flanierten so die Besucher der Langen Nacht durch die Straßen der Stadt von einem Kulturort zum anderen.
Begonnen hatte die vom Kunst- und Kulturverein Rheinsberg organisierte Veranstaltung um 13 Uhr mit einer Führung durch den Schlossgarten und einer Wanderung auf dem Poetensteig im Boberow-Wald. Außerdem konnten Kinder in der Musikbrennerei eine Ausstellung für Augen, Ohren und Hände besichtigen. Die musikalische Eröffnung mit dem Bläsernachwuchs der Kreismusikschule unter Leitung von Heike Leske stand um 16 Uhr auf dem Programm. Bereits vorher gab es speziell für Kinder eine Führung zu den Instrumentenkammern der Musikakademie, eine Vernissage mit Werken der Dorf Zechliner Malerin Rosel Müller und eine Vorlesung mit Sagen aus der Region. Aber auch das offene  Atelier von Harald Kolb in der Schlossstraße und eine Keramik-Aktion buhlten am Nachmittag um Besucher.
Eng wurde es ab 17 Uhr. Da gab  es zeitgleich Muscheln und Schnecken im Schloss zu entdecken, der Verein Stadtgeschichte Rheinsberg stellte seinen neuesten Jahreskalender vor, im Gasthof Endler trat die Kellercombo auf und es lockten Ausstellungen von Künstlern aus der Region. Außerdem gab es weitere Führungen und Vorträge zu Persönlichkeiten der Rheinsberger Geschichte. Mit von der Partie waren das Puppentheater Karotte, Frank Krüger mit einer Schau alter Werkzeuge, ein Antiquariat, das Bücherschätze anbot, und Schamil Gimajew, ein Maler, der in seinem Atelier an der Kirchstraße eine Vielzahl von Gemälden präsentierte. In einem Gespräch mit dem Leiter der Musikakademie, Felix Görg, und dem Leiter des Tucholsky-Museums, Peter Böthig, ging es um Kulturleuchttürme und Eventkultur.
Spannend ging es auch nach 20 Uhr weiter: So wurde in der Remise ein Film über Rheinsberg und Köpernitz gezeigt. Aber auch ein Konzert mit Sängern der Kammeroper und ein viel beachteter Vortrag zur Restaurierung der Laurentiuskirche gehörten zu den Höhepunkten.
Wer dann noch nicht genug Kultur hatte, konnte sich um 21.30 Uhr noch den Film über den "Picasso von Rheinsberg", den Holzbildhauer und Kupferstecher Tony Torilhon, anschauen, bevor mit einem Konzert der Bigband der Kreismusikschule die Lange Nacht ihren Abschluss fand.
Bei der Langen Nacht der Künste handelt es sich um eine Benefiz-Veranstaltung. So kommt der Erlös der Veranstaltung diesmal einem Kulturprojekt der evangelischen Kirchengemeinde zu Gute. In diesem Jahr sind es vier Grabtafeln der Familie von Bredow, die bisher in Wänden und im Fußboden der Brauthalle ihr Dasein fristeten. Diese wurden restauriert, waren aber im aktuellen Restaurierungsprogramm des Gotteshauses noch nicht enthalten.