"Ich habe in der vergangenen Woche die Information gekriegt, dass ein Subunternehmer des Auftragnehmers, der für uns die Brücke herstellt, Lieferschwierigkeiten hat", gab Krohn am Dienstag bekannt. Das sei ärgerlich. Wirklich dagegen vorgehen kann die Verwaltung aber nicht. "Wir sind der Situation mehr oder weniger ausgeliefert", räumte der Baudezernent ein.
Die Firma ist laut Krohn ein Spezialunternehmen, das ein volles Auftragsbuch hat, und offenbar mehr  Aufträge angenommen hat, als – wie vereinbart – abgearbeitet werden konnte. "Wir sind nur das letzte Glied in der Kette."  Nun würden auch Schadenersatzansprüche gegen die Firma geprüft. Vertragsstrafen seien aber nicht vereinbart gewesen und könnten nicht im Nachhinein geltend gemacht werden. Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) verspricht sich davon auch keinen entscheidenden Vorteil. "Schade ist, dass wir mit dem Bau nicht schon zum Saisonbeginn fertig geworden sind", meinte er. Die aktuelle Verzögerung um vermutlich mehrere Wochen mit einer konkreten Schadenssumme festzumachen, sei weder einfach noch würde es etwas an dieser Situation ändern. Um derartige Verzögerungen künftig bei Bauvorhaben zu verhindern, bei denen wichtige Termine gelten, könnten Erfolgsprämien in den Ausschreibungen verankert werden, so Krohn.
Wann die Molchowbrücke nutzbar sein wird, ist derweil unklar. "Wir sind  dabei, einen neuen Bauzeitplan abzustimmen", so der Baudezernent. Voraussichtlich Ende der Woche lasse sich mehr dazu sagen, wann das Bauwerk fertig montiert sein wird und über das Wasser geschoben werden soll.