Auch wenn das Wetter bei der großen Motocross-Veranstaltung des MC Dreetz nicht mitspielte, so freute sich der Club dennoch über jede Menge spannende Rennen auf dem Eichenweg – inklusive Siege von Lokalmatadoren, vor allem aber über den großen Zuschauer-Zuspruch. 1.000 Fans waren zum 49. ADAC Motocross, dem Landespokal Berlin-Brandenburg, zugelassen. Und über diese Kulisse durfte sich die Fahrer und der MC Dreetz, der in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert, auch freuen.

Top-Talente stechen heraus

Die schnellste und größte Klasse an ersten Renntag war die der MX2, mit ihren bis zu 250 Kubikzentimeter (ccm) großen Maschinen. Noah Ludwig und Peter König aus Eberswalde, die beide internationale Erfahrung vorzuweisen haben und als zwei große Nachwuchstalente im Motocross gelten, fuhren in ihrer Liga. Der ebenso talentierte Nick Domann ging bereits in der zweiten Runde zu Boden. Er blieb bei seinem Sturz unverletzt, jedoch war seine Maschine zu stark beschädigt, um weiterfahren zu können. Ludwig und König machten Platz eins und zwei unter sich Platz aus. Auf dem dritten Rang folgte Tom Schröder. Der Dreetzer Tilmann Ladewig fuhr mit einer starken Leistung immerhin auf Rang sieben.

Lokalmatador siegt bei Quads

Hingegen triumphierte bei den Quads ein Lokalmatador. Sein Name: Lucas Eichmann. Er gewann das erste Rennen - und damit auch die Tageswertung. Wegen des anhaltenden Regens und der damit immer schlechter werdenden Strecke musste der zweite Lauf aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. Somit zählte nur der erste Lauf. Hinter Eichmann fuhr Leon Steffen auf Rang zwei und Marcus Wendt, ebenfalls vom MC Dreetz, auf den dritten Platz.

Vereinschef auf der Strecke

Am zweiten Renntag durften die Senioren Ü40 ihre Motorräder über den Dreetzer Sand jagen. Hierbei ging auch der Vorsitzende des MC Dreetz, Marcus Ladewig, an den Start. Mit Platz zwei im Zeittraining verschaffte er sich zunächst eine gute Ausgangsposition. In den Rennen nahm Ladewig jedoch einmal zu viel eine Bodenprobe und verpasste damit um einen Punkt den fünften Tagesplatz und damit einen Pokal. Sicherer Sieger wurde Matthias Rouvel, der beide Wertungsläufe für sich entschied. Auf Platz zwei kam Christoph Lessing aus Berlin ins Ziel, Dritter wurde Markus Herrmann aus Mecklenburg Vorpommern.
Die Schnellste Klasse war die der MX1. Hier gingen wie am Vortag Noah Ludwig und Peter König an den Start. Beide machten den Sieg wieder unter sich aus. Ludwig behielt abermals die Oberhand. Auf Platz drei fuhr der aus Mecklenburg kommende Felix Haack.

Seitenwagen-Gespann nutzt Heimvorteil

Bei den Seitenwagen waren dann wieder Ruppiner Starter dabei, allen voran die Dreetzer Sebastian Engelbrecht mit seinem Beifahrer Andreas Hegewald. In beiden Rennen konnte sich das Gespann behaupten - Sieg. Auf Platz zwei fuhr das Team um Halsner/Leister und den dritten Platz belegten Schroeder/Wegner. Weitere Teams aus der Region mit Koch/Hoferrichter sowie Thormann/Noetzel und Metrewel/Barthel belegten die Tagesplätze fünf, sechs und acht.
Noch ist aber nicht Winterpause bei den Motocrossern. Ende November richtet der MC Dreetz beispielsweise das traditionelle Drei-Stunden-Winterenduro-Rennen aus.