Der Kampf um die „Dakar“-Platzierungen nimmt Fahrt auf: Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk haben bei der Rallye Dakar mit einer erneut unbeirrt-konstanten Leistung ihre Chance auf ein Top-Resultat gewahrt.
Die vierte Etappe des Wüstenklassikers durch Saudi-Arabien führte von Wadi ad-Dawasir nach Riad und brachte so etwas wie „Dakar“-Alltag. Schnelle Sandpisten, Dünen der Kategorien eins und zwei sowie Schotterabschnitte bildeten eine faherisch und navigatorisch etwas leichtere Route als an den Tagen zuvor, entsprechend enger blieben die Zeitabstände in der Tageswertung.

Tageswertung geht erneut an Al-Attiyah

Die ging zum dritten Mal in Folge an Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA, Toyota), in der Gesamtwertung führen weiterhin Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger (FRA/FRA, Mini). Nach Tagesrang sechs finden sich Przygonski/Gottschalk als Gesamt-Sechste in einem intensiven Vierkampf um die vierte Position wieder – unter anderem mit den Rekord-Rallye-Weltmeistern Sébastien Loeb/Daniel Elena (FRA/MCO, Prodrive).

Navigator Timo Gottschalk spricht von Feinheiten, die noch angepasst werden müssen

„Eine super-super-schnelle Prüfung, vielleicht ein bisschen zu schnell. „Kuba“ und ich haben in unserer Zusammenarbeit etwas umgestellt, was gut funktioniert hat, Feinheiten müssen wir aber noch anpassen. An zwei, drei Stellen haben wir einen etwas zu großen Bogen gefahren – aber alles im grünen Bereich. Wir analysieren jetzt, wo wir noch zulegen können. Alles ist eng beisammen, es lohnt sich, zu kämpfen. Und das tun wir.“

Eine Hammer-Etappe steht bevor

Der „Dakar“-Veranstalter A.S.O. beschreibt die kommende, fünfte Etappe mit „hart“ und „lang“. Auf dem Weg von Riad nach Al Qaisumah steht am Donnerstag also eine echte Hammer-Etappe auf dem Programm, bei der vor allem Geduld gefragt sein wird. Deutlich technischer zu fahren, erneut knifflig zu navigieren werden die beiden abschließenden Abschnitte vor dem Ruhetag den Teilnehmenden traditionsgemäß alles abverlangen.

Vorläufiger Gesamtstand nach Etappe 5:

01. Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger im Mini 13:15.12 Stunden

2. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel im Toyota 13:20.10

3. Carlos Sainz/Lucas Cruz im Mini 13:51.31

4. Sébastien Loeb/Daniel Elena (Prodrive) 14:03.26

5. Henk Lategan/Brett Cummings im Toyota 14:03.56

6. Jakub Przygonski/Timo Gottschalk im Toyota 14:04.28

7. Matthieu Serradori/Fabian Lurquin (SRT) 14:07.10

8. Khalid Al-Qassimi/Xavier Panseri im Peugeot 14:14.31

9. Martin Prokop/Viktor Chytka im Ford 14:24.03

10. Joan Roma/Alexandre Winocq (Prodrive) 14:33.02