Jakub Przygonski und Timo Gottschalk haben „Dakar“ den vierten Platz mit Zähnen und Klauen verteidigt. Das polnisch-brandenburgische Duo kämpfte auf der Schleife während der neunten Etappe rund um Neom – wie die meisten Favoriten – mit Plattfüßen. Extrem spitze Steine und kaum Erholungsphasen für die äußerst beanspruchten Reifen sorgten für eine schier unüberwindbare Hürde. Dabei spielten Przygonski/Gottschalk aber eine ihre Stärke aus: Hartnäckigkeit. Vier Reifenschäden erlitt das Duo auf dem Weg – angesichts dreier Ersatzreifen mindestens einer zu viel. Zwischenzeitlich flickten sie zweimal einen Pneu, ein Konkurrent half zudem mit einem vierten Reifen aus.

Tagessieg an Stephane Peterhansel

Mit 37 Minuten Rückstand in der Tageswertung erreichten Przygonski und Gottschalk das Ziel. Der Tagessieg ging an die Gesamtführenden Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger im Mini. In der Gesamtwertung büßten Przygonski/Gottschalk als Vierte rund 16 Minuten auf ihre ärgsten Verfolger ein, bleiben aber mit 26 Minuten Vorsprung vorn.
Jakub Przygonski: „Heute war ein harter Tag für das Material. In einem Flussbett hatten wir gleich zwei Plattfüße auf einmal. Nur wenige Kilometer weiter folgte Reifenschaden Nummer vier und wir haben versucht, den Reifen zu flicken. 100 Kilometer weiter hatten wir keine Reifen mehr zur Verfügung und haben vom Teamkollegen einen spendiert bekommen. Tausend Dank dafür. So konnten wir die Prüfung beenden.“

Gesamtstand Pkw nach der neunten Etappe:
1. Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger (Mini) 34:26.16 Stunden
2. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (Toyota) 34:44.06
3. Carlos Sainz/Lucas Cruz (Mini) 35:28.41
4. Jakub Przygonski/Timo Gottschalk (Toyota) 36:42.46
5. Joan Roma/Alexandre Winocq (Prodrive) 37:08.54