Dr.Kirsten Schulz-Steinberg, die in ihrer Rheinsberger Praxis wahrscheinlich schon einige der Besucher von Zahnschmerzen befreit hat, führte durch das Programm und las humorvolle Geschichten über die Weihnachtszeit. Die Kellercombo heiße so, weil ihre acht Mitglieder im Keller der Familie Schubert, die auch selbst mitspielt, genug Platz zum regelmäßigen Proben haben. Alle seien in verschiedenen Berufen tätig. Doch die Liebe zum Musizieren auf ihren Blasinstrumenten verbindet sie.
Das im 17. Jahrhundert in Ostpreußen entstandene Kirchenlied "Macht hoch die Tür" gehört in der evangelischen Kirche zu den in der Adventszeit meistgesungenen. Für ihre mit viel Gefühl dargebotene instrumentale Version erhielten die Musiker starken Beifall. Die danach von Schulz-Steinberg vorgetragene Episode "Im Weihnachtslabor" aus Jan Weilers "Das Pubertier" brachte auch die jüngeren Besucher zum Schmunzeln. Vielleicht, weil sie sich noch recht gut an eigene pubertäre Anwandlungen erinnern konnten, ähnlich dem missglückten Weihnachtsboykott von Carla aus der Geschichte.
"O Freude über Freude" ist ein 1840 in Schlesien entstandenes Weihnachtslied, das die Geburt des Jesuskindes aus der sonst wenig aufgegriffenen Perspektive eines der Hirten beschreibt. Erneut überzeugten die Bläser. Mit der im Anschluss vorgetragenen Kurzgeschichte "Herztöne" erinnerte Schulz-Steinberg an die Einzigartigkeit und Einmaligkeit jedes menschlichen Lebens.
Das auf einer Komposition von Georg Friedrich Händel basierende getragen-feierliche Adventslied "Tochter Zion, freue dich" trugen die Blasmusiker mit der nötigen Ruhe und Intensität vor. Schnell, doch nicht minder stimmungsvoll, fast schon mitreißend, wirkte das darauf folgende "When The Saints Go Marching In".
Das erst 1970 entstandene spanische "Feliz navidad" gehört mittlerweile zu den weltweit bekanntesten Stücken zum Fest. Die Musiker boten eine fröhlich-lockere Version, für die es einmal mehr sehr viel Beifall gab.
Die von Schulz-Steinberg vorgelesene Kurzgeschichte "OmaOpa fahren" erzählte davon, wie wichtig der Kontakt zwischen dem Enkel aus der Geschichte und seinen Großeltern ist.
Ein schwungvolles Weihnachtslieder-Potpourri stellte das Ensemble ans Ende seines Konzerts. Der Beifall war riesig. Eine Zugabe musste her. Auch für das durch Louis Armstrong bekannt gewordene "What a Wonderful World" brandete abschließend starker Applaus auf.
Strubensees Ortsvorsteher Tony Groche dankte den Musikern und lud alle ein, sich draußen am schon lodernden Feuer bei Glühwein und Gebäck zu treffen. Viele nahmen dieses Angebot an.