Nach 32 Minuten deutete sich ein Debakel für die OHC-Akteure an. Neuruppin führte mit 20:12. "Nach einigen Wechsel haben wir die Aufgaben dann nicht mehr so toll gelöst wie zuvor", zeigte sich Coach Will mit der folgenden Schlussphase höchst unzufrieden. "Das war nicht schön", brachte er das Gesehene kurz und knapp auf den Punkt. Die Gastgeber verkürzten nach einem Vier-Tore-Lauf auf 20:23 und waren kurz vor dem Ende gar auf 28:30 ran. Will: "Richtig eng wurde es nicht mehr. Ich hatte nie Bedenken, dass wir die Partie noch aus den Händen geben könnten."
Dass die Partie nicht zum Stolperstein wurde, lag vor allem an einer famosen Phase Mitte der ersten Halbzeit. Nach einer 4:1-Führung hatte Oranienburg das Duell kurzerhand gedreht (6:5). Dann stellten die Gäste von einer 6:0- auf eine 5:1-Deckung um, liefen zahlreiche Konter und hatten mit Nico Hecht und Florian Lehmann sichere Schützen in ihren Reihen. "Diese Phase war der Schlüssel zum Erfolg", konstatierte Will.
OHC III: Klasen, Fuchs, Gordon Kühne, Esch (3), Pietschmann (1), Schneider (4/3), Müller, Ahlswede (4), Breu (8), Lux (2/1), Gierzzyk (4), Muleck (3), Rose
HCN: Kröcher, Plötz - Kehnscherper (1), Simon (3), Pekrul (2), Kück (3/2), Lehmann (5), Hans Kühne (1), Wolf (3), Engelhardt, Hecht (10), Krause (1), Drefahl (1), Palmowske (1)