Aus dem Leben gerissen wurde ein Sportler aus Fehrbellin: Horst Hegert starb inmitten des neunten Lebensjahrzehnts. Die Kegler des Sportvereins 90 Fehrbellin erhielten vorige Woche die Nachricht, dass ihr Sektionsmitglied verstorben ist. Damit endete für den fast 87-jährigen Neuruppiner ein erfülltes Leben für und mit dem Kegelsport, teilte Abteilungsleiter Peter Wolski mit.
Bereits in den 1970er-Jahren widmete sich Horst Hegert dem Jugendkegelsport. Erste Stationen waren die BSG electronic Neuruppin, später dann der BBC 91 Neuruppin. Bereits hier konnte er zahlreiche Erfolge mit seinen Teams auf Kreis- und Landesebene erzielen. Ende der 1990er Jahre stellte er sich einer neuen Aufgabe und wollte sein Wissen nicht nur in der Kreisstadt, sondern auch in die Rhinstadt weitergeben. Auch hier formte er seine Schützlinge und lehrte vielen das Kegeleinmaleins, das sie jetzt auf Landes- und Bundesebene erfolgreich anwenden.

Hotti besonders bei den Keglerinnen beliebt

Durch seine ruhige und väterliche Art war er besonders bei den jungen Keglerinnen beliebt. 2001 gewann sein Schützling Nicole Bindig (BBC 91) die Deutsche Meisterschaft im Dreibahnenspiel und zwei Jahre später holte er mit seinen „Mädels“, der Kreisauswahl der weiblichen B-Jugend in Cuxhaven die Bronzemedaille. Durch die zahlreichen Erfolge kamen verschiedene Auszeichnungen zusammen. So trug er maßgeblich dazu bei, dass der SV 90 den Pokal des Landrates auf Kreisebene, die Sterne des Sports auf Kreis- und Landesebene sowie das Grüne Band auf Bundesebene gewannen. Aber auch das Vereinsleben war für „Hotti“ wichtig. Kartenabend, Vereinsausflüge oder auch Arbeitseinsätze hatten einen wichtigen Platz in seinem Leben.
Seine letzte große Auszeichnung erhielt er im November 2019. Für die 50-jährige Mitgliedschaft konnte er die Ehrenurkunde und Ehrennadel des Deutschen Bohle-Kegler-Verbandes entgegennehmen.
Die Kegelfamilie trauert um einen Sportfreund, der für den Kegelsport lebte. Peter Wolski: „Wir werden Hotti ein ehrendes Andenken bewahren und in seinem Sinne für die Sportart weiterleben.“