Im Rahmen des EU-Projekts „Feuchtwälder“ hat der Naturschutzfonds Brandenburg neue Lebensräume im Alten Rhin zwischen der Köpernitzer Mühle und der Brücke der B 122 über den Rhin geschaffen.

Rhin wurde begradigt

Durch die Begradigung des kleinen Flusses hatte die Fließgeschwindigkeit deutlich nachgelassen. Vor allem in den Sommermonaten floss das Wasser nur langsam oder kam sogar gänzlich zum Stehen, wodurch typische Arten wie Bachmuscheln, Bachforellen und Bachneunaugen dort nicht mehr leben konnten. Deshalb hat ein Projektteam auf einer Strecke von mehr als zwei Kilometern rund 500 Kubikmeter Holz und fast 240 Tonnen Kies in das Gewässer eingebracht. Die Hindernisse im Wasser sorgen dafür, dass sich das Wasser verwirbelt und somit mehr Dynamik und Strömungsvielfalt in den Fluss kommt. Sand und Kies lagern sich zudem am Ufer ab, wodurch neue Lebensräume für Fische und Insekten entstehen. Darüber hinaus wurden im Zuge der Arbeiten auch zwei Hektar Auenwald renaturiert.

In den 60er-Jahren entwässert

Die Wiesen waren in den 1960er-Jahren entwässert worden, um sie landwirtschaftlich nutzen zu können. In jener Zeit waren auch der Flusslauf begradigt, die Sohle vertieft und das Bett des Gewässers verbreitert worden.
Im Zuge des „Feuchtwälder“-Projekts wird an ausgewählten Punkten des Rheinsberger Rhins auch touristische Infrastruktur mit Wegweisern, Infotafeln und Rastplätzen für Wasserwanderer geschaffen. Das Projekt läuft bis 2022. In den Kreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und Dahme-Spreewald werden dabei Auen und Moorwälder renaturiert.