"Es ist leider tatsächlich so, dass es hier zu einer erneuten Verzögerung kommt", so Krohn. "Wir hatten vor zwei Tagen hierzu ein Gespräch mit unserem Auftragnehmer und dessen Subunternehmer, der für die Herstellung der Stahl-Brückenkonstruktion verantwortlich ist." Letzterer teilte der Stadt mit, dass sein Zulieferer in einem Detail falsches Material geliefert hat. Für die Wölbungen des Bauwerks seien falsche Maße verwendet worden. Der Brückenbauer habe sich vergeblich bemüht, den Schaden selbst wieder zu beheben. Aufschweißen und auch Neu-Zusammenschweißen hätten nichts gebracht. Letztlich habe sich der Brückenbauer entschieden, die gesamte Marge, die das betrifft, an den Lieferanten zurückzugeben – auch, weil es sonst zu prüfstatischen Problemen kommen könnte.
Wann nun das neue Material bei der Brückenbaufirma ankommt, kann laut Arne Krohn noch nicht mit Gewissheit gesagt werden. "Wenn alles gut läuft, noch in der kommenden Woche", so der Baudezernent. Fakt ist aber, dass die Molchowbrücke in diesem Jahr nicht mehr fertig wird, bestätigte Krohn am Donnerstagabend. Die Brückenkonstruktion soll noch in diesem Jahr geliefert und montiert werden. "Aber danach sind noch eine ganze Reihe an Arbeit nötig, um die Anrampung herzustellen und den Wegebau zu machen." Laut Krohn bedeutet das eine Fertigstellung der Molchowbrücke 2020, "sodass wir dann zur Tourismussaison fertig sind".