Zoltan Senczyszyn kam nach 18:12 Minuten in die Wechselzone. Damit stellte der 29-Jährige vom TSV Cottbus eine neue Bestmarke für den ersten Abschnitt des Ruppiner Triathlons auf. Diese hielt bis dahin Michael Kopf. Diesmal stand der Berliner vom SCC nicht in der Teilnehmerliste. Damit war schon vor dem Startschuss von Andreas Neubert (stellvertretender Bürgermeister Rheinsbergs) klar, dass der Sieger aus 2012 und 2013 in der 24. Auflage dieses Wettkampfes entthront wird.
In der Endabrechnung, also nach zweimal fünf Kilometer Laufen und dazwischen geschobenem 30 Kilometer Rad fahren, fehlte dem Cottbusser jedoch eine Minute, um die Kopf'sche Fabelzeit zu knacken. "Wir sind um 5 Uhr losgefahren", sagte der Sieger kurz nach der Ehrung. "Zu zweit vom TSV Cottbus und in Fahrgemeinschaften mit Frankfurtern." Die Radstrecke sei nicht spektakulär, schätzte er ein, der Lauf gewöhnungsbedürftig: "Eher eine Crossstrecke, links und rechts Schlamm. In der zweiten Runde ging es dann besser. Aber mir ist lieber, wenn es reiner Asphalt ist."
Zoltan Senczyszyn lag vom ersten Meter an in Führung und brachte einen Zwei-Minuten-Vorsprung auf ein Duo des BSV Friesen ins Ziel. "Wenn die Strecken so stimmen, ist die Zeit okay", schätzt der 29-Jährige ein. Nach dem Fürstenwalder Cross war der Ruppiner Duathlon der zweite Wettkampf (von 18) im Brandenburg-Cup des Triathlon-Verbandes. In drei Wochen will er das Heimspiel bei der Deutschen Meisterschaft nutzen, um wieder vorn mitzufahren. Immerhin betreibt er Triathlon professionell mit einem Aufwand von etwa 20 Wochenstunden. Dass Senczyszyn noch nicht beim Neuruppiner Triathlon (28. Juni) dabei war, sei der Tatsache geschuldet: "Der Termin passt bei mir nicht rein."
Übrigens war der Cottbusser doch nicht schnell genug: "Ich wollte mir hier einen Kuchen als Belohnung holen. Doch der schmeckte offenbar so gut, dass es keinen mehr gibt. Dann müssen wir wohl bei McDonalds ran. Das passt mir gar nicht."