Bislang müssen Radfahrer absteigen, wenn sie die maroden 180 Meter Straße im Ortskern in Höhe des Jugenddorfes passieren wollen. Die Pflastersteine des erst 2013 sanierten Abschnitts der Kreisstraße sind längst derart locker, dass sie zur Gefahr werden. Ab Montag werde der Landkreis die Fugen mit Brechsand auffüllen lassen, versprach Kuhne. Radler müssten dann nicht mehr absteigen.
Die 200 Zuschauer hatten sich allerdings endlich die Komplettsanierung gewünscht und waren mit Kuhnes Angebot nicht zufrieden. Der stellvertretende Ortsvorsteher Steven Kranz bezeichnete das Angebot des Kreises als "kleinen Schritt, bei dem ich mir nicht sicher bin, welche Halbwertzeit die Ausbesserung haben wird".
Seit Jahren ist ungeklärt, ob die losen Steine das Ergebnis von Leitungsarbeiten der Stadtwerke Neuruppin sind, oder ob die Fehler schon beim Straßenbau auftraten. Kuhne will nochmals das Gespräch mit den Stadtwerken suchen, um sich auf einen Gutachter zu einigen. Auch der Technische Stadtwerke-Geschäftsführer Joachim Zindler hält diesbezüglich eine Einigung für möglich.
Abgeordnete fast aller im Kreistag vertretenen Parteien sicherten zu, dass sie einen gemeinsamen Antrag einbringen werden, mit dem der Kreis aufgefordert wird, die Strecke schnell zu sanieren.
An der Tempo-10-Regelung im betroffenen Bereich wird sich auch mit dem Auffüllen der Ritzen und Fugen in der kommenden Woche nichts ändern. Wegen der vielen Kinder und Jugendlichen sowie der Busse, die sie transportieren, ist dort weiterhin sehr langsam zu fahren. Dies betonte auch der Direktor des Jugenddorfes, Thorsten Lindner.