Da beide Vereine sich in der Vergangenheit nicht einig werden konnten, haben die Stadtverordneten den Pachtvertrag bisher nur befristet auf ein Jahr beschlossen, um zu sehen, wie sich die bisherige Regelung bewährt hat. Bislang ist der SCL der Hauptpächter des Geländes. Er zahlt 4 000 Euro pro Jahr. Die Regattasegler sind Untermieter. Sie nutzen ein kleines Nebengebäude der Haupthalle. Wie Amtsdirektor Danilo Lieske auf Nachfrage sagte, möchten beide Vereine die Haupthalle nutzen.
Die Stadtverordnetenfraktion der Grünen hat einen entsprechenden Antrag im Sinne des Segelclubs gestellt. Das verwundert nicht, schließlich ist das Fraktionsmitglied Rudi Mixdorf Vorsitzender des SCL. Deshalb wird er wegen Befangenheit nicht an der Abstimmung teilnehmen können. "Ich denke es wird eine rege Debatte geben", sagt Danilo Lieske. Viele Jahre hatte der SCL das Vereinsgelände kostenlos nutzen dürfen. Die Stadt kündigte den Vertrag im Jahr 2016, weil sie eine Pacht für das Grundstück erheben wollte. Daraufhin bewarben sich auch die Regattasegler um das Gelände. Die Mitglieder des LRS waren 2015 nach Unstimmigkeiten aus dem SCL ausgetreten, um ihren neuen Verein zu gründen. Die bisherige Regelung ist von den Stadtverordneten als Kompromiss beschlossen worden. Seitdem wird der Vertrag jährlich neu von den Stadtverordneten behandelt.