Auf der Straße zwischen Rägelin und Katerbow wurde am Montagnachmittag eine Autofahrerin erst bedrängt und dann sogar bespuckt. Hinter dem Wagen der 54-Jährigen fuhr ein Daimler-Lkw. Die Rägelinerin hielt sich ans Tempo-30, das dort stellenweise vorgeschrieben ist, was dem LKW-Fahrer anscheinend gar nicht gefiel: Er fuhr mehrmals dicht auf und betätigte die Lichthupe.

Autofahrerin konnte Mann und Kennzeichen beschreiben

Als die 54-Jährige hinter Katerbow am Abzweig nach Darritz anhielt, kam der Lkw-Fahrer zu ihrem Fahrzeug und spuckte der Frau mehrfach ins Gesicht. Dann fuhr er weiter. Die Autofahrerin rief die Polizei. Sie hatte sich Teile des Kennzeichens gemerkt und konnte den Fahrer beschreiben.
Rund eine halbe Stunde später meldete eine 35-Jährige eine Nötigung auf der A24 zwischen den Anschlussstellen Neuruppin/Süd und Fehrbellin. Sie war nahe Fehrbellin unterwegs, als sie einem anderen Wagen die Auffahrt auf die Autobahn ermöglichen wollte. Sie bremste ihren VW ab. Das gefiel dem Fahrer des Daimler-Lkw hinter ihr nicht: Er fuhr so dicht auf, dass es der Frau nicht mehr möglich war, sein Nummernschild zu erkennen. Außerdem betätigte der Fahrer mehrfach die Lichthupe. Auch im Bereich der Baustelle verhielt er sich weiter so.

Beschreibung passte zum Lkw-Fahrer

Beamte des Autobahnpolizei Walsleben konnten den 57-jährigen Lkw-Fahrer an der Anschlussstelle Kremmen stoppen. Dabei stellte sich heraus, dass die Beschreibungen des Fahrzeugs und des Fahrers aus dem Katerbower Fall passten. Der Mann stritt die Nötigungen und die Körperverletzung ab. Es wurden drei Strafanzeigen gegen ihn aufgenommen.