Eine 79-jährige Neuruppinerin erhielt am Donnerstag, 1. Juli, gegen 14.30 Uhr einen Telefonanruf. Der Anrufer sagte, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall mit Todesfolge verursacht hätte. Sie wäre nun in Haft, könnte jedoch nach Zahlung einer Kaution entlassen werden. Der Telefonhörer wurde an eine weinende Frau weitergereicht.

Tochter kam zu Besuch

Die Neuruppinerin gab an, kein Geld zu haben, das Telefonat wurde beendet. Kurz darauf erhielt die Seniorin Besuch von ihrer Tochter, die natürlich nicht in Haft war. Die Strafanzeige wegen versuchten Betruges wurde aufgenommen.
Die Polizei informiert: In Deutschland wird nie ein Kautionsangebot direkt nach der Tat verlangt. Zudem würden weder Polizei oder Staatsanwaltschaften noch Gerichte dritte Personen mit dem Abholen des Geldes beauftragen.