Zumindest der Trainingsbetrieb ist bei den Neuruppiner Radballern wieder angelaufen. Seit Anfang September können die Spieler des RRC wieder der Rosshaar-Kugel nachjagen und ins Netz schießen. Auch können sich die Vereinsmitglieder wieder intensiver austauschen. „Das ist ja schon mal was, ein kleiner Anfang nach einer schier endlosen Zeit ohne unseren geliebten Sport“, freut sich Oberliga-Spieler André Nagel über die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes. An eine Rückkehr in den regulären Spielbetrieb ist jedoch vorerst nicht zu denken. Zumindest liegt diese in weite Ferne. Denn erst im November sind die ersten Turniere angesetzt. Die Oberliga beginnt gar erst im Dezember. Stand jetzt. „Wir warten mal ab, und dann wird man in den nächsten Wochen sehen, wohin die Reise geht“, blickt Torsten Nagel, der Bruder von Andre, eher skeptisch in die coronabedingt unsichere Zukunft. Er ist einer der wichtigen Strippenzieher beim Ruppiner Radsportclub. Torsten Nagel bereitet aktuell die neue Saison vor. „Wir werden die Hallenzeiten für die Heimturniere anmelden. Auch die Teams stehen, denn bei uns hat sich seit dem Saisonabbruch im März nicht viel verändert. Wir werden mit den selben Mannschaften an den Start gehen, wie in der Vorsaison. Im Radball wurde ja alles auf Null gestellt“, so Nagel. Die Zusammensetzung der Ligen ist identisch mit der Saison 2019/20. Beinahe identisch. Beim SV Stahl Hennigsdorf rumorte es in den vergangenen Wochen. Die Folge: Der Verein hat kein Männerteam mehr gemeldet.
Die Neuruppiner sind hingegen weiter stark vertreten auf der Brandenburger Radballbühne: ein Team in der Oberliga, drei in der Verbandsliga, ebenso drei in der Landesliga. Dazu kommen vier Juniorenteams.
Den Auftakt in die neue Spielserie bildet für die Neuruppiner der 12. LRC-Cup am 28. November in Ludwigsfelde. „Wir haben zwei Teams gemeldet“, so Torsten Nagel. Die Verbandsliga-Teams besetzt mit Thomas und Olaf Lukaszewicz und Christoph Soika/Eric Hoppe vertreten die Ruppiner Farben und sammeln viel benötigte Wettkampfpraxis. Dieses Turnier bildet den Ersatz für für den ausgefallenen Landespokal-Wettkampf des Brandenburgischen Radsportverbandes.