Der Freundeskreis des Gutes Gentzrode hat am Sonntag anlässlich des bundesweiten Tags des offenen Denkmals, zu einer Entdeckungstour zum einstigen Gut der Neuruppiner Kaufmannsfamilie Gentz eingeladen. Dass sich statt der erhofften 50, schließlich fast dreimal so viele Teilnehmer auf den Natur-Radweg nach Gentzrode auf dem Weg machten, hat selbst den Organisator Wolfgang Freese überrascht. Familie Löchel aus Neuruppin war mit ihren beiden Kindern und einer Freundin der elfjährigen Tochter Lena zum ersten Mal nach Gentzrode geradelt.

Gentz-Urenkel dabei

Auch ein Nachfahre der Familie Gentz beteiligte sich an der Radtour: Wolf-Dieter Gentz ist ein Urenkel von Wilhelm Gentz und lebt in Berlin. „Ich besuche wenigsten einmal im Jahr Neuruppin und bin überwältigt von dem großen Interesse am Erhalt des Gutes meiner Vorfahren“, freute er sich. Die Historikerin Irina Rockel überreichte Wolf-Dieter Gentz ihr Buch über das Gut Gentzrode, das sie jüngst veröffentlicht hat.

2030 Unterschriften

Wolfgang Freese, der zusammen mit Steffen Sendler von der Gentzrode GmbH als Hauptauftragnehmer des jetzigen türkischen Besitzers, die Teilnehmer der Radtour am Gutshaus begrüßte, konnte verkünden, dass 2030 Unterschriften für den Erhalt des Objektes gesammelt wurden. Irina Rockel führte im Anschluss die Teilnehmer zum Kornspeicher und gab interessante Hintergrundinformationen über das Baudenkmal und die Familiengeschichte derer von Gentz.
Für den 23. September kündigte Wolfgang Freese eine Podiumsdiskussionsrunde im Neuruppiner Schlossgarten zur Zukunft des Gutes an.