Zu Tränen gerührt verließ Judy Schwabe nach dem Auftritt mit ihren jungen Fehrbellinerinnen den Zirkel. Die Trainerin war von der gezeigten Leistung der vierten RFV-Mannschaft im Schrittgruppen-Wettbewerb überwältigt. Auf dem Pferd Condor erturnte das Team am Sonnabend eine Endnote von 5,627. Wenig später war Judy Schwabe erneut den Tränen nahe, während ihre jungen Schützlinge vor Freude strahlten. Platz eins in der Abteilung eins. Der erste große Applaus für die Lokalmatadoren an diesem Wochenende. Weiterer Beifall folgte.
Etwa 500, zumeist junge Voltigierer aus Berlin und Brandenburg sowie Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gingen in 16 Wettbewerben in Lentzke an den Start. Professionell wie eh und je brachte das Veranstalterteam den Ansturm über die Bühne.
Mit der Voltigierpferdeprüfung wurde das zweitägige Turnier am Samstagmorgen eröffnet. "Hier werden Pferde, auf ihre Eignung für den Voltigiersport geprüft. Ausbildungsstand, Akzeptanz der Übungen, Gehorsam und Durchlässigkeit sind Noten entscheidend", erklärte RFV-Trainerin und Longenführerin Daniela Mohnicke. Sie stellte Calypso, einen zehnjährigen braunen Wallach, vor. "Calypso haben wir erst Anfang September, nach längerer Pferdesuche, erwerben können", erklärte Mohnicke. "Obwohl er erst fünf Wochen bei uns in Voltigierausbildung ist, haben wir es gewagt, und an der Prüfung teilgenommen." Mohnicke über den errungenen dritten Platz: "Mit dem Ergebnis und der durchaus positiven Rückmeldung der Richter sind wir sehr zufrieden, wir wissen, woran wir mit Calypso arbeiten müssen und freuen uns auf die anstehenden Aufgaben."
Anschließend ging es für 19Schrittgruppen auf zwei Prüfungszirkeln in den Wettkampf. Dabei präsentierten sich die jüngsten RFV-Mitglieder, Fehrbellin III vorgestellt von Longenführerin Anika Lüdtke und Fehrbellin IV unter der Leitung von Judy Schwabe. Beide Gruppen turnten auf dem routinierten Schimmelwallach Condor, der mit 22 Jahren zwar das älteste teilnehmende Pferd war, aber dennoch mit den besten Noten glänzte. Schwabe und Mohnicke lobten unisono: "Wir sind mit den Vorstellungen zufrieden. Beide Gruppen hatten mindestens zwei Turnierneulinge dabei."
Ebenso gingen im Schrittgruppenwettbewerb die Bechliner Voltispatzen auf der 13-jährigen Fuchsstute Lacaena an den Start. Sie wurden von Laura Zabel vorgestellt, assistiert hat Trainerin Nadine Schröder. Sowohl Schröder als auch ihre beiden Schützlinge Greta Lübke und Pia Klein waren nach dem Auftritt stolz auf ihre Leistung. "Wir waren ganz toll", strahlte Pia. Und Greta berichtete, dass "wir ganz viel Applaus bekommen haben". Im Vorfeld hatte Trainerin Schröder laut eigener Aussage extra noch einmal darauf hingewiesen, an "Spannung, Zehenspitzen, gerade Beine, ein schönes Lächeln sowie eine aufrechte Körperhaltung" zu denken. Diese Worte fallen auch in jeder Übungsstunde. Ihr Appell fruchtete: Die Voltispatzen des RV Bechlin erreichten ihre bisher höchste Wertnote von 5,615 seit Gründung der Gruppe im Jahr 2014. Der Lohn: Platz eins in Abteilung zwei. "Endlich haben wir ...
Mehr zum Turnier steht in der Donnerstag-Ausgabe des Ruppiner Anzeigers.