Wie der Rheinsberger Hellblau sagte, lebt er nun vorübergehend im Vogtland bei seinen Eltern. Der unschuldig Verurteilte ist frei, der Täter auch. Es soll keine neuen Ermittlungen geben. Hellblau: „Es wäre für mich wahnsinnig wichtig, dass der wahre Täter gefunden wird.“ Hellblaus Anwalt Veikko Bartel: „Ich sehe das nicht so und denke, dass seine Unschuld ganz klar bewiesen ist.“
Wer am 11. Oktober 2005 den schlafenden Geliebten von Hellblaus damaliger Ehefrau mit drei Messerstichen umgebracht hat, wird – wie es aussieht – ungeklärt bleiben. Es gibt einige DNA-Spuren. Sicher ist, dass diese genetischen Fingerabdrücke nicht zu Hellblau passen.
Hellblau hat inzwischen das alleinige Sorgerecht für seine drei Töchter. Sofern er Arbeit und Wohnung gefunden hat, will er sie aus einer Pflegefamilie zu sich holen. Im Einspielfilm sagte eine der Töchter, dass sie gern wieder bei ihrem Vater wäre. Bei der Pflegefamilie sei es zwar auch schön, doch er sei „der richtige Vater“. Eine andere Tochter sagte, dass sie ihrem Papa den Mord nie zugetraut habe: „So etwas macht er nicht.“
Im Gefängnis hatte Hellblau „den Glauben an die Gerechtigkeit schon ein bisschen verloren“.
Hellblau: „Das Allerschönste war das Wiedersehen mit den Kindern.“ Während der Haft hatte er sie nur an zwei Tagen pro Jahr sehen dürfen.