Schon mehrfach hat das Paar in der Vergangenheit seinen Garten für die interessierte Öffentlichkeit geöffnet. In diesem Jahr allerdings etwas später als üblich, weil ein wichtiges Lebensereignis dazwischenkam: Der 80. Geburtstag des Freiherrn. So wurde der Tag des offenen Gartens kurzerhand auf den Tag des Stadtfests in Lindow gelegt, berichtete Lothar von Maltzahn. Die nachträgliche Geburtstagsfeier mit offenem Garten und Dixieland-Musik sollte zugleich ein Dank an die Lindower und die Klosterheider sein, fügte er hinzu.
Neben den rund 400 Rosenarten, die dem Namen des Anwesens alle Ehre machen, konnten die Besucher auch mehr als 20 Kunstwerke bestaunen, die zwar Hingucker sind, sich aber dennoch unaufdringlich in die Landschaft einfügen. Von übereinandergestapelten Teddybären oder Elefanten des französischen Bildhauers Philippe Berry, die dem Betrachter ein Lächeln entlocken, bis zum riesigen Bronzeapfel "Pomme de New York" von Claude Lalanne bietet sich in dem geschmackvoll gestalteten Garten so mancher Blickfang. Angaben zu den Skulpturen und einen kurzen Abriss über die Geschichte des Rosenhofs sind in einer Broschüre nachzulesen.
Das Gutshaus wurde 1938 im neo-barocken Stil erbaut und hat eine bewegte Geschichte: Bevor Lothar von Maltzahn das Anwesen 2002 kaufte, war es Flüchtlingsheim, Refugium für Tuberkulose-Kranke, Kindertagesstätte und schließlich bis zur Wiedervereinigung Schwesternheim. Ab 2003 wurde das Haus renoviert, ein Jahr später begann die Gestaltung des Gartens. Heute steht der Rosenhof unter Denkmalschutz – und zieht zu Gelegenheiten wie dem Tag des offenen Gartens die Besucher an.
Apropos Besucher: "Sie haben uns kahlgefressen", scherzte Hausherr Lothar von Maltzahn mit Blick auf die rund 300 Grillwürstchen und etwa 180 Bouletten, die am Sonnabend über den Tresen gingen.