"Wir haben Angst, dass es nicht bei Bürogebäuden bleibt, sondern bald auch Wohngebäude das Ziel sein werden", sagte am Mittwochabend ein Lindower, der in der Nähe des Wutzsees wohnt, in der Einwohnerfragestunde des Hauptausschusses. Wie der Stand der Ermittlungen ist, konnten ihm weder Amtsdirektor Danilo Lieske, noch Bürgermeister Udo Rönnefahrt sagen. "Selbst wenn ich es wüsste, wäre das Sache der Polizei", so Lieske. Er wies gleichzeitig darauf hin, dass die Ermittler stets auf Zeugenhinweise angewiesen sind. "Die Bevölkerung hält sich aber zurück", bedauert Lieske. Dabei haben viele Lindower offenbar eine Ahnung, wer hinter den nächtlichen Einbrüchen stecken könnte. "Die Leute zerreißen sich schon das Maul, weil es konkrete Hinweise gibt", so der besorgte Einwohner.
Im Verdacht steht offenbar eine Gruppe Jugendlicher. "Die ziehen los und verwüsten unsere Stadt", sagte der SPD-Abgeordnete Hans-Peter Hellmann im Ausschuss. Von der bisherigen Arbeit der Polizei sei er enttäuscht.
Ariane Feierbach, Sprecherin der Polizeidirektion Nord, sagte am Donnerstag, dass die Ermittlungen zu der Häufung der Straftaten laufen, die sich vor allem auf das Lindower Stadtgebiet konzentrieren. "Wir sind dran", so Feierbach. Die Beamten seien bestrebt, immer schnell am Einsatzort zu sein, wenn sie alarmiert werden. Da die Taten sich aber zumeist nachts ereignen, gebe es bislang nur sehr wenige Hinweise. "Wir sind auf jeden Zeugen angewiesen", so Feierbach. Die ersten Lindower ergreifen aber nun schon selbst Sicherheitsmaßnahmen.