Dass die Mitglieder der Feuerwehr in Neuruppin eine so ruhige Silvesternacht erleben, ist äußerst selten. Doch am Freitagmorgen konnten sie eine ungewöhnliche Bilanz ziehen: Es gab keinen einzigen Einsatz in der Nacht zuvor. Auch bei der Polizei fällt das Fazit der Silvesternacht positiv aus – wenn auch mit ein paar Ausnahmen.

Feiern und große Menschenansammlungen waren verboten

An die Vorgaben, wegen der Corona-Pandemie auf große Silvesterpartys zu verzichten, haben sich die Ostprignitz-Ruppiner gehalten, erklärte ein Polizeisprecher am Freitag. Lediglich drei kleine Verstöße habe es gegeben, unter anderen von einer Gruppe Jugendlicher, die noch nach 2 Uhr unterwegs war, obwohl in Brandenburg ab dieser Uhrzeit eine Ausgangssperre galt.
Die Polizei in der Region hatte für die Silvesternacht extra Hilfe von der Bereitschaftspolizei erhalten, die verstärkt am Neuruppiner Bollwerk und im Stadtgebiet unterwegs war, weil dort mit Menschenansammlungen zu rechnen war. Doch auch dort sei es ruhig geblieben.

Schwerer Autounfall im Amt Temnitz

Den größten Einsatz in der Silvesternacht mussten die Beamten bereits am Abend hinter sich bringen: Ein Auto war in Temnitztal aus unbekannten Gründen von der Straße abgekommen und gegen eine Hauswand gefahren. Die vier Männer, die im Wagen saßen, wurden schwer verletzt. Ihr Zustand war auch am Freitagmittag noch kritisch.
Nicht annähernd so dramatisch war der einzige Vorfall mit Pyrotechnik, den die Polizei in OPR verzeichnen musste: In Wildberg wurde am frühen Freitagmorgen eine Mülltonne gesprengt, was zu einer lauten Detonation führte. Die Tonne fing Feuer, das auf zehn andere Mülltonnen übergriff.
In anderen Landkreisen hatten die Menschen keine so ruhige Silvesternacht wie in OPR. So wurde beispielsweise ein Mann in Kremmen durch einen Böller schwer verletzt. Ihm wurde die Hand abgerissen.