"Wir hätten es uns leichter machen und die Partie mehrfach vorzeitig für uns entscheiden können", sprach HCN-Coach Will im Nachgang von einem Arbeitssieg. Angermünde erwies sich für die Fontanestädter einmal mehr als unangenehmer Gegner. "Wir haben uns über weite Strecken sehr schwer getan", sah Will einen ständigen Wechsel von starken und schwachen Phasen. Weil sein Team am Ende eine 27:22-Führung leichtfertig aus der Hand gab und das Heimteam eine Minute vor Schluss auf 26:27 verkürzen konnte, kam es überhaupt erst zum kribbelnden Matchfinale. Obwohl in den letzten vier Minuten ständig in Unterzahl spielend, brachte sich der HCN nicht mehr um den Lohn, holte sich zwei weitere Zähler im Aufstiegsrennen und jubelte nach Abpfiff noch lauter, als die Nachricht vom Sieg der Wittstocker gegen Liebenwalde (siehe Artikel unten) eintrudelte.
Zu Beginn des Spiels setzte Nico Hecht mit einem Kontertor das erste positive Signal für die Gäste. Fortan gab es ein typisches Handballspiel zu sehen, wobei beide Mannschaften ausgeglichen agierten - 3:3, 4:4, 6:6. "Dann gab es die erste Phase, in der wir uns absetzen konnten", blickte HCN-Trainer Will auf eine 9:6-Führung nach 20 Minuten. "Leider haben wir es nicht geschafft, noch zwei, drei Tore draufzupacken, um vielleicht eine kleine Vorentscheidung zu erzwingen." Stattdessen musste er mit ansehen, wie seine Schützlinge im Angriff viel zu überhastet abschlossen. Weil Torerfolge ausblieben, glich Angermünde zur Pause auf 12:12 aus.
Im zweiten Durchgang stellte der HCN von einer 6:0- auf eine 5:1-Deckung um. Will: "Wir wollten die Angriffe des Gegners schnell unterbinden." Dank vieler klaren Chancen schaffte es der HCN erneut, sich abzusetzen - 14:18 (38.). Und wieder folgte eine zerfahrene Phase. Auch dank einer bärenstarken Leistung von Torhüter Christian Püschel kamen die Hausherren auf 21:22 heran.
Wieder zog der HCN das Tempo an und hatte zwischen der 48. und 55. Minute wohl seine stärkste Phase in diesem Spiel. Die Neuruppiner zogen auf 27:22 davon. Will: "Und wieder dachten wir, okay, jetzt ist die Partie entschieden." Pustekuchen. Vier klare Chancen wurden vergeben. Angermünde hingegen netzte viermal eiskalt ein. Die letzte Spielminute brach an.