So hatten sich die Organisatoren den Verlauf des traditionellen Ostseepokals auf dem Wittstocker Heidering ganz sicher nicht vorgestellt. Zwar gewann am Sonnabend mit Sandro Wassermann ein Lokalmatador die begehrte Trophäe, um die insgesamt 16 Fahrer in 20 Läufen gekämpft hatten, doch ein schwerer Sturz überschattete diese Veranstaltung.

Schwerer Sturz im letzten Lauf des Tages

Celina Liebmann, die am Vortag noch Bahngeschichte schrieb, als sie für die Wölfe beim 51:39-Heimsieg in der 2. polnischen Liga als erste Frau in einer polnischen Liga Punkte einfahren konnte, war auch beim Ostseepokal sehr gut drauf. Sie holte zwei Laufsiege und kam auf insgesamt neun Punkte. Im letzten Lauf des Tages wurde die 19-Jährige in der letzten Runde äußerst unsanft von ihrem Teamkollegen Andrij Rozailuk attackiert, sodass beide zusammen stürzten und in die Bande krachten. Celina Liebmann zog sich dabei eine schwere Hand- und Armverletzung zu. Hingegen konnte Rozailuk sich sofort wieder aufs Motorrad setzen und durch Ziel fahren. „Sein unsportliches Verhalten wird im Nachgang noch geklärt werden müssen“, echauffierte sich MSC-Vereinschef Frank Mauer über das Verhalten des Ukrainers. Mit einem Ausschluss aus dem Team sei zu rechnen. Celina Liebmann musste umgehend ins Krankenhaus gebracht werden.
Durch diesen schweren Sturz zum Ende des Renntages wurde vom MSC Wölfe Wittstock als Veranstalter und auch von den Fahren auf ein Stechen um die Platzierungen verzichtet.

Zwei Wölfe am Ende vorn

Schließlich siegte der Bayer Sandro Wassermann als bester Punkte-Sammler mit 14 Zählern. Hinter ihm gab es gleich vier Fahrer mit zwölf Punkten: der Niederländer Henry Van der Steen, der Pole Marcin Kosielski sowie die beiden Deutschen Mirko Wolter und Lukas Baumann (beide fahren für den MSC).
Wölfe-Urgestein Steven Mauer kam auf elf Punkte. Seine Ausbeute hätte noch besser sein können, wenn er nicht an zweiter Stelle hinter Wassermann liegend, ausgefallen wäre. Zwei Punkte mehr hätten ihm in der Endabrechnung Platz zwei gebracht.
Im Rahmenprogramm siegte beim den Junioren B Lester Matthijssen mit 12 Punkten (Maximum) vor Freyja Redlich (6), Mika Fynn Janssen (ebenfalls 6) und Alina Sassenhagen (0).
Bei den Oldis siegte unangefochten und mit der Maximalpunktzahl der Heiligengraber Ulrich Büschke. Auf den Plätzen folgten Maik Arnheim und ein glücklicher Andreas Mieser, der vom Ausfall von Rene Wojtaszyk profitierte und auf Platz drei landete.
Endstand Ostseepokal:
1. Sandro Wassermann (D/14 Punkte)
2. Henry van der Steen (NL), 12
3. Marcin Koscielski (PL), 12
4. Mirko Wolter (D), 12
5. Lukas Baumann (D), 12
6. Steven Mauer (D), 11
7. Celina Liebmann (D), 9
8. Kevin Juhl Pedersen (DK), 9
9. Sebastian Mortesen (DK), 7
10. Slava Monakhov (RUS), 5
11. Marius Nielsen (DK), 5
12. Andriej Rozailuk (UA), 4
13. Marcin Sekula (D), 4
14. Lukas Wegner (D), 3
15. Rene van Weele (NL), 1
16. Lars Zandvliet (NL), 0