Da die Zuschauerzahl auf 1000 Personen  begrenzt ist, hatte der MSC vorab eine E-Mail-Reservierung geschaltet. "Die Nachfrage war riesig", freut sich Frank Mauer über das große Interesse. "Die Vorfreude auf den Re-Start im Speedwaysport ist bei allen Beteiligten spürbar. Auch bei mir", so Mauer. Für das Rennen am 11. Juli gibt es aber noch Restkarten an der Abendkasse.
Beim ersten Rennen nach der Corona-Pause wird es auch einen Gedenklauf geben, zur Erinnerung an Lee-Justin Wolter. Der 17-jährige Sohn von Wittstocks Altmeister Mirko Wolter war vor kurzem bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Die Fahrer für den Gedenklauf wählt Mirko Wolter selbst aus.
Gespannte Fanwelt
Ab August wollen die Wittstocker dann in der 2. polnischen Liga für Furore sorgen. Wie der polnische Journalist und Speedway-Kenner Lukasz Malaka auf Nachfrage erklärte, ist der Start des MSC "genau der richtige Weg, den der Verein eingeschlagen hat". Er glaubt sogar, dass die Wölfe auf ihrer Heimbahn kaum zu schlagen sein werden. Für ihn sind die MSC-Piloten Renat Gafurow und Lukas Fienhage "absolute Granaten". Malaka fügt an: "Ich denke, der große Vorteil von Wittstock ist, dass Fienhage als Junior starten kann und mit Ben Ernst oder Lukas Baumann weitere ganz starke Junioren im Wölfe-Kader stehen. Bei den polnischen Rennen hat dies eine große Bedeutung." Für den Fachmann aus Polen beenden die Wittstocker die Saison auf Platz zwei oder drei.
Laut seiner Einschätzung kommen in der 2. Liga im Schnitt 4000 bis 6000 Fans ins Stadion. "Wittstock ist die erste Mannschaft aus Deutschland, die für polnische Rennen gemeldet hat. Die polnischen Fans sind sehr gespannt, was die Wölfe im erstes Jahr so zeigen", erklärt Malaka. Neben dem MSC Wittstock gehen in der 2. Liga folgende Clubs an den Start: SpecHouse PSŻ Poznań, Stainer Unia Kolejarz Rawicz, OK Bedmet Kolejarz Opole, RzTŻ Rzeszów, Wilki Krosno.
Für Lukasz Malaka ist das Team aus Opole der große Favorit. "Dieses Team hat mit Abstand die meistgebuchten Fahrer aller Vereine in der 2. Speedway-League unter Vertrag. Das Team ist sehr ausgeglichen." Bjarne Pedersen, Tero Aarnio und Rene Bach führen das Team. Darüber hinaus sei Opole ein Partnerverein von Falubaz Zielona Góra, einem Verein aus der Ekstraliga, der Top-Liga des Landes. "Daher kann Opole als Gastfahrer sehr talentierte junge Leute wie Damian Pawliczak, Mateusz Tonder und Jakub Osyczka einsetzen", hat Malaka seinen Favoriten bereits ausgemacht.

Zwei Renntermine im Juli auf dem Heidering


Die Wittstocker starten mit folgendem Aufgebot ins Rennen: Steven Mauer, Lukas Fienhage, Dominik Möser, Sandro Wassermann, Mirko Wolter, Ben Ernst, Lukas Baumann, Celina Liebmann, Team-Manager ist Marcin Sekula.

Das Fahrerfeld für "Rest von Deutschland" setzt sich zusammen aus Max Dilger, Michael Härtel, Maximilian Pott, Hannes Gast, Mads Hansen, Lukas Wegner und Erik Bachhuber. Ein Startplatz ist noch vakant. Team-Manager ist M. Schefzik.

Eine Kartenreservierung ist nicht mehr möglich, da das Kontingent erschöpft ist, wie der MSC mitteilte. Es werden jedoch noch an der Abendkasse Tickets erhältlich sein.

In Planung ist ein weiteres Rennen am 25. Juli. Dann steigt auf dem Heidering das traditionelle Rennen um den "Pokal für Frieden und Freundschaft". Dabei treten die Wölfe gegen ein Team aus Tschechien an. Fans können sich Karten per E-Mail unter presse@speedwayteam-wittstock.de unter Angabe von Namen, Adresse und Anzahl der Karten sichern. red