Das Corona-Jahr bringt viele Einschnitte mit sich. Weil viele Betriebe wirtschaftliche Einbußen verzeichnen und viele Menschen von Kurzarbeit betroffen sind, haben wir bisher darauf verzichtet, für die kommende Aktion „Ferien Freuden“ um Spenden zu werben. Allerdings gibt es viele Nachfragen von Menschen, die trotz der Krise spenden und dabei helfen wollen, das nächste Sommercamp für Kinder aus sozial benachteiligen Familien in Ostprignitz-Ruppin auf sichere Füße zu stellen. Denn die Auswirkungen der Pandemie treffen auch diese Familien sehr, in denen die Eltern ihre Mini-Jobs verlieren oder in der Arbeitslosigkeit noch weniger Aussicht auf eine Festanstellung haben. Das alles wirkt sich auch darauf aus, was die Eltern ihren Kindern bieten können. Seit mehr als 20 Jahren sammelt der Ruppiner Anzeiger Spenden, um Mädchen und Jungen aus diesen Familien einen unvergesslichen Sommerurlaub zu ermöglichen.

Die ersten Spenden sind schon da

Auch ohne einen großen Aufruf hat die Aktion treue Unterstützer, denen wir hiermit ein herzliches Danke sagen. Die PAS Deutschland GmbH, die in Treskow die Bedienblenden für die sogenannte Weiße Ware entwickelt und produziert, unterstützt die Aktion wieder mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro, womit fast drei Ferienplätze gesichert sind. Der Lions Club Effi Briest hatte Anfang des Jahres bereits 350 Euro überwiesen und steht damit auch Pate für ein weiteres Ferienkind. Bei der letzten Stadtverordnetenversammlung in jedem Jahr in Neuruppin ist es auch schon gute Tradition, dass für die Ferienaktion gesammelt wird. Dazu laden jedes Mal Rosswieta Funk (Pro Ruppin) und Heidemarie Ahlers (SPD) auf. Sie sammelten diesmal 183,50 Euro ein.

Geld aus 2020 wird für kommendes Sommercamp eingesetzt

Für dieses Jahr standen bereits Spenden in Höhe von rund 9700 Euro zur Verfügung. Aus der Gemeinde Fehrbellin, aus Neuruppin und Rheinsberg sowie den Ämtern Lindow und Temnitz hatten auch bereits 20 Kinder eine Zusage auf einen der kostenlosen Plätze im Juli bei der Aktion „Ferien Freuden“, die immer unter der Schirmherrschaft von Landrat Ralf Reinhardt (SPD) stattfindet, bekommen. Ziel war - und ist es nach wie vor - den Kindern eine unvergessliche Ferienwoche zu bereiten, in der sie mit Gleichaltrigen viel erleben, spielen, Spaß haben, Baden gehen, Sehenswürdigkeiten besuchen, die Welt entdecken und dabei natürlich von professionellen Betreuern umsorgt werden. In den vergangenen Jahren führten Ausflüge die Kinder unter anderem nach Wittstock auf die Bischofsburg, in den Tierpark nach Kunsterspring und auf den Rheinsberger See.

Warten auf Regeln für das Schullandheim

Auch für dieses Jahr gab es ein solches Programm, dass für die Kinder und deren Familien stets kostenfrei ist. Im Mai musste die diesjährige Aktion von Ruppiner Anzeiger, Jugendhilfe Nordwest Brandenburg, Arbeiter-Samariter-Bund, Deutschem Roten Kreuz und der Ostprignitz-Ruppiner Kreisverwaltung wie berichtet leider abgesagt werden, da das Schullandheim in Schweinrich aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und aufgrund der geltenden Abstands- und Hygieneregeln geschlossen werden musste. Ramona Raeder, Amtskoordinatorin im Amt für Bildung und Liegenschaften in der Kreisverwaltung hofft, dass bis zum nächsten Sommer nicht nur die Pandemie etwas abgeebbt ist, sondern es auch Regelungen gibt, die es Kindern ermöglichen, das Schullandheim wieder zu besuchen.
Alle Informationen rund um die Adventszeit in Brandenburg und Berlin finden Sie auf unserer Themenseite.

Info: Spenden für die Aktion sind möglich auf das Konto des Arbeiter-Samariter-Bundes bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, IBAN DE77 1605 0202 1720 0007 40. Stichwort: Ferienfreuden. Wir werden regelmäßig über den Spendenstand berichten. Spendenquittungen werden ausgestellt. Fragen zu der Aktion können an die Redaktion unter 03391 455322 oder lokales@ruppiner-anzeiger.de gerichtet werden.