Völlig überrascht zeigte sich Markus Fetter in dieser Woche, als er von der Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin kontaktiert wurde. Sodann zog ein Lächeln bei ihm auf. Dem Vorstandsmitglied des SV Union Neuruppin wurde angekündigt, dass das Finanzunternehmen eine Spende überreichen will. Und dies heute statt morgen.

Dem SV Union Neuruppin fehlen mehrere tausend Euro

Hintergrund: Der Verein SV Union Neuruppin entlastet seine Mitglieder mit dem Aussetzen der Beiträge über drei Monate – Januar bis März 2021.
„Das sind mehrere tausend Euro“, sagt Markus Fetter, auf die sein Verein verzichtet. Darauf hatte sich der Vorstand vorige Woche verständigt. Ein Teil der Ausgaben bleiben jedoch, obwohl derzeit kein Trainings- und Spielbetrieb gestattet ist. Intern habe das befristete Aussetzen des Mitgliedsbeitrages, das sind etwa 700 Sportler, viele lobende Worte hervorgebracht, sieht sich Fetter bestätigt.
„Wir freuen uns riesig, dass trotz der schweren Zeit der Sport nicht vergessen wird.“ Markus Fetter befürchtet, dass es für einige aus dem Unioner Sponsorenpool noch schlimmer werden könnte. Den Kleinsten stehe das Wasser bis zum Hals.

Markus Fetter befürchtet, dass es erst im April zu einem Neustart kommen könnte

Es sei zu befürchten, dass es „für unsere Hallensportler erst im März weitergehen wird, wohl eher April“. Mit dem Neustart der Fußballer rechnet Fetter etwas früher. Sie sind diejenigen, die primär von der aktuellen Finanzspritze profitieren. Es soll in Material investiert werden, um zwei kleine Bauwerke am Kunstrasenplatz umzurüsten. Beide Trainerbänke öffnen sich zwar zum Hauptplatz. An ihrer Rückseite sollen nun überdachte Sitzgelegenheiten entstehen, die dem immergrünen Platz zugewandt sind. Dazu wird die vorhandene Dachkonstruktion angefasst und erweitert. Zudem nutzt Union diese Ruhephase des aktiven Sports, um „unser Vereinsheim zu verschönern“, wie Markus Fetter umreißt. Und die teilweise marode Bandenwerbung soll ein neues Gesicht bekommen.

Mehrere Förderprogramme für Vereine im Angebot

Für die Raiffeisenbank ist das An-die-Seite-Springen keine Eintagsfliege, wie Anja Gensch aus der Marketingabteilung unterstreicht. Im Laufe eines Jahres unterstütze ihr Unternehmen Vereine aus Kultur und Sport mit dreistelligen Beträgen, die sich auf 10.000 Euro summieren. Auch öffnet die Raiba schon seit Jahren den Fördertopf „Vereinswochen“. Genossenschaftsmitglieder stimmen dabei mit einem Punktsystem über mögliche Finanzhilfen ab. Von 14.000 Euro spricht Anja Gensch. Ein formloser Antrag per E-Mail reiche aus, damit der Vorstand das Anliegen der Vereine aufgreift.