"Das Gebäude bleibt mit diesen Funktionen auch erhalten", sagte Prima-Geschäftsführer Ronny Rohr am Freitag. Sobald alle Genehmigungen da sind, soll der Umbau beginnen. Er rechnet damit, dass am Ende des Jahres dort der Restaurantbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Die vier Ferienwohnungen im Dachgeschoss werden allerdings verkauft – zum Weitervermieten oder falls jemand selbst einziehen möchte.
Deutlich prägender für das dortige Gebiet wird der Neubau sein, der auf der aktuell noch brachliegenden Fläche zwischen den Eigenheimen und dem Restaurant-Parkplatz an der Straße Am Fehrbelliner Tor entstehen wird. Laut Rohr ist ein Gebäudekomplex geplant, in dem unter anderem ein Hotel Platz finden wird. "Das wird die erste und zweite Etage nutzen", so Rohr. Vorgesehen sind ausreichend Zimmer für 45 Betten. Dass es dafür noch einen Bedarf in Neuruppin gibt, hatten kürzlich unter anderem Carsten Benesch und Daniel Schmidt vom Tourismusservice Bürgerbahnhof erklärt. Denn sämtliche Unterkünfte in der Fontanestadt und deren Nähe seien vor allem während der Tourismussaison stets ausgebucht und die Nachfrage dennoch hoch. Für die Etage über den Hotel-Räumen sind laut Rohr 25 Penthouse-Wohnungen sowie einen Büroteil vorgesehen. In diesen will die Prima-Unternehmensgruppe einziehen, die ihren Sitz bislang an der Junckerstraße hat. "Wir kommen aber nur mit dem Büroteil. Es wird also nicht störend", betonte Rohr. Damit auch jeder einen Parkplatz findet, soll das Gebäude eine Tiefgarage bekommen.
Dass ein solch größerer Komplex zu Problemen in dem dort derzeit eher ruhigen Wohngebiet führt, glaubt Ronny Rohr nicht, der mit seinem Unternehmen auch das nahe gelegene Wohngebiet am ehemaligen Käthe-Kollwitz-Platz entwickelt hat. Er verweist zudem auf den Bebauungsplan, der für das Sonnenufer auch eine gewerbliche Nutzung vorsieht. Baustart für dieses Projekt wird laut dem Prima-Geschäftsführer Anfang kommenden Jahres sein. Das Ende ist für 2023 vorgesehen. Die Investitionssumme steht laut Rohr noch nicht endgültig fest.
Mehrere Projekte in Neuruppin
Die Prima-Unternehmensgruppe, die unter anderem die Seetorresidenz gebaut hat, entwickelt derzeit mehrere Vorhaben in Neuruppin. Dazu gehören zwei Wohnanlagen im Seetorviertel, Wohnungen im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Feuerlöschgerätewerks Minimax, ein Pub samt Pension in der ehemaligen Direktorenvilla, der Bau von 21 Reihenhäusern an der Mesche, ein Haus mit zwölf Wohnungen an der Heinrich-Mann-Straße sowie das Prima-Hotel an der B 167 bei Bechlin, das Ende des Jahres eröffnet werden soll.

Aus der Geschichte


Auf dem Gebiet des heutigen Sonnenufers befand sich eines der ersten Gewerbegebiete Neuruppin. Unter anderem gab es dort ein Sägewerk und eine Stärkefabrik. Mit der Wende zogen die Unternehmen von dort weg. Die ersten Ideen für eine Wohnbebauung entstanden 1993. Ursprünglich sollte die Fläche zur Landesgartenschau 2009 entwickelt werden, um die sich Neuruppin vergebens beworben hatte. Mittlerweile ist das Wohngebiet nahezu komplett bebaut – zuzüglich des Wohngebiets am Käthe-Kollwitz-Platz. red