Das bestätigte Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) am Dienstag. Auf Teilen der Engelsstraße herrscht schon seit Längerem Tempo 10, weil das erst frisch verlegte Pflaster wackelt. Die Stadt streitet seit Monaten mit der verantwortlichen Firma, wer für den Schaden aufkommt. Voraussetzung für den Vergleich mit dem Unternehmen ist aber das Okay der Stadtverordneten, die sich demnächst mit dem Thema beschäftigen werden. „Wir hoffen, dass wir – anders als in Gnewikow – in den nächsten Wochen zusammen mit der bauausführenden Firma das Problem lösen können“, so Golde. In Gnewikow herrscht auf Höhe des Jugenddorfes seit Jahren Tempo 10, weil es Schäden im Straßenbelag gibt. Der Kreis und die zuständigen Unternehmen streiten sich über die Beseitigung.
Wann die Bauarbeiten auf der Engelsstraße beginnen, steht aber unabhängig vom Votum der Stadtverordneten bereits fest: Sobald der dritte Bauabschnitt der Engelsstraße nahe dem Braschplatz in Angriff genommen wird, werden auch die Pflasterschäden repariert, erklärte Baudezernent Arne Krohn. Er rechnet mit einem Baustart in der zweiten Juni-Hälfte. Die mangelhafte Strecke wird in zwei Abschnitte unterteilt, damit die Kreuzungen entlang der betroffenen Strecke teilweise befahren werden können. Gebaut wird aber erst, wenn die Sanierung der Schinkelstraße beendet ist. Bürgermeister Jens-Peter Golde rechnet damit, dass die Mängelbeseitigung rund ein Vierteljahr dauern wird. „Unsere Deadline ist der Martinimarkt.“
Für den letzten Bauabschnitt der Engelsstraße auf Höhe des Braschplatzes will sich die Verwaltung nicht auf diese Zeitschiene festlegen. Der Bereich ist Bodendenkmal, zu unsicher ist, was in der Erde gefunden wird. Laut Krohn laufen Abstimmungen mit der Inkom, „wie die Bespielung des Platzes möglich ist, wenn die Bauarbeiten nicht abgeschlossen werden können“.