Die Straße sei weder gefährlich, noch eine "Katastrophe" und daher der Antrag somit nicht notwendig, sagte Manfred Richter (SPD), der vor Ort die Straße in Augenschein genommen hatte, nachdem der Kreis Ende Juli mit Sand die Fugen der Straße als Notlösung geschlossen hatte. "Ich kenne Straßen im Kreis, die schlechter sind." Unterstützung bekam er von Wolfgang Freese (Bündnis 90/ Die Grünen), der bestätigte, dass "keine Gefahr im Verzug" sei. "Der Trick mit dem Brechsand hat gewirkt. Es ist nicht nötig, Geld vorfristig in die Hand zu nehmen."
Die einzige Kritik, die er habe, sei, dass die Arbeiten nicht schon früher, sondern erst nach Erscheinen des Robur-Busses des rbb ausgeführt worden seien. Auch Ronny Kretschmer (Die Linke) bestätigte, dass der "Brechsand seine Schuldigkeit" getan habe. Aber der kommende Winter würde der Straße garantiert zusetzen, weshalb eine grundlegende Sanierung nötig sei. "Die Bürger in Gnewikow wurden lange genug verschaukelt." Der stellvertretende Landrat Werner Nüse klärte die Situation und berichtete von einem Gerichtstermin vom 23. September, bei dem erneut ein Gutachter beauftragt wurde, der bis 28. Februar eine neue Expertise anfertigen soll. Vorher könne auch nicht gebaut werden. Die Fraktionen stellten daraufhin ihre Anträge bis 26. März zurück.