Illegaler Müll ist im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ein großes Problem. Seit Jahren entdecken Spaziergänger vor allem an Waldrändern oder abgelegenen Wegen Ablagerungen von Bauschutt, Chemikalien oder zuweilen auch Reste aus der Landwirtschaft. Eine Trendwende ist dabei nicht zu erkennen. „Ein signifikant steigendes Aufkommen lässt sich nicht feststellen, aber leider auch kein sinkendes Niveau bei der illegalen Müllentsorgung“, erklärt Kreissprecher Alexander von Uleniecki. Die Größenordnung ist beachtlich. Im Jahr 2018 sind immerhin 227 Tonnen illegal entsorgten Mülls zusammengekommen. 2019 war es nur unwesentlich weniger: immerhin noch rund 217 Tonnen.

Vor allem Sperrmüll und Reste vom Renovieren werden illegal entsorgt

Zwar wird auch gelegentlich Hausmüll auf illegale Art und Weise entsorgt. Doch der größte Teil ist der Müll, dessen Entsorgung aufwendig und kostenpflichtig wäre. „Hauptsächlich illegal entsorgt werden Rückstände von Renovierungsmaßnahmen, aber auch Sperrmüll, Altreifen und Asbest, vereinzelt auch Teerpappe“, so Kreissprecher von Uleniecki. Die Umweltbehörde hatte daher wiederholt nach größeren Funden um Hinwiese aus der Bevölkerung gebeten. Doch oft bleiben die Verursacher unentdeckt.

Mehrkosten im fünfstelligen Bereich

Die Rechnung für deren Handeln wird am Ende der Allgemeinheit präsentiert. Denn die Kosten werden auf die Müllgebühren umgelegt. Das ist zwar nicht der größte Faktor bei der Entwicklung der Gebühren für die Abfallentsorgung im Landkreis. Doch zumindest in den vergangenen beiden Jahren war die Tendenz steigend. Im Jahr 2018 machte die Beseitigung von illegal entsorgtem Müll etwa 62.000 Euro aus, wie von Uleniecki auf Nachfrage berichtete. Im Jahr darauf beliefen sich die Kosten schon auf 66.000 Euro.