Wie Gerichtssprecher Ruben Langer erklärte, sah das Verwaltungsgericht kritisch, dass die Stadt Neuruppin bestimmte Grundstückskosten in die Beitragssätze einbezieht. Die Gebäude für den Kita-Betrieb müssten die Kommunen sowieso zur Verfügung stellen, so die Ansicht der Strafkammer. Das Oberverwaltungsgericht hatte 2018 erst geurteilt, dass es legitim ist, dass Kommunen besagte Grundstückskosten einberechnen. "Aber die zehnte Kammer sieht das anders", so Langer. Die Stadt Neuruppin ist laut Sozialdezernent Thomas Fengler von der Urteilsbegründung überrascht worden. Er betonte während der Sitzung des Sozialausschusses am Dienstagabend, dass das Verwaltungsgericht zu einem Einzelfall entschieden hat. Die Stadt will nun das schriftliche Urteil abwarten. Dieses liegt noch nicht vor. Erst dann entscheidet sich, ob Neuruppin in Berufung geht.