Stundenlang können Radfahrer durch die Gemeinde Fehrbellin, deren Natur und über deren bereits bestehende Radwege fahren – zum Beispiel von Dammkrug bis nach Paulinenaue im Havelland. Seit vergangener Woche ist die Gemeinde nun auch Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen des Landes Brandenburg (AGFK), so wie es sich die Gemeindevertretung gewünscht hatte. In Hohen Neundorf wurde Rasmus Krebs von der Gemeindeverwaltung die Aufnahmeurkunde überreicht.

Radverkehr fördern

Fehrbellins Bürgermeister Mathias Perschall (SPD) hofft mit dieser Mitgliedschaft auch ein wenig auf Rückenwind, wenn es um den Ausbau weiterer Radwege in der Gemeinde geht. Denn Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, in Brandenburg den alltäglichen und den touristischen Radverkehr zu fördern und dessen Sicherheit zu erhöhen.

Mehrere Projekte in Fehrbellin

Genau in diesem Bereich hat Fehrbellin noch viel vor. Eine Initiative aus Wustrau wünscht sich schon lange den Radwegebau zwischen Langen, dem Zietendorf und dem Bahnhof bei Radensleben. Dafür sind bereits Unterschriften gesammelt worden. „Es geht aber auch um die gesamte Nordachse bis nach Manker“, so Perschall.
Die Gemeinde selbst plant derzeit den Bau des Radweges von Hakenberg nach Linum. Dort fehlt aber noch der Anschluss nach Flatow beziehungsweise Kremmen und zum dortigen Bahnhof, was vor allem für Touristen interessant wäre. Das Land will dort wie berichtet frühestens 2030 investieren. Der Gemeinde und den Akteuren vor Ort dauert das zu lange. Sie möchten, dass früher etwas passiert, was die Sicherheit für Radfahrer entlang der viel befahrenen Landesstraße erhöht.
Bürgermeister Perschall hofft, dass Fehrbellin in solchen Fällen künftig vom Netzwerk und den anderen Mitglieds-Kommunen profitieren kann. „Dort gibt es vielleicht Erfahrungen, die wir noch nicht haben“, sagte er. Und natürlich wiegt die Stimme der AGFK auch mehr als die einer einzelnen Gemeinde. Nach eigenen Angaben zählt sie 22 brandenburgische Kommunen als Mitglieder, in denen insgesamt 1,45 Million Menschen leben. Damit vertritt die AG auch mehr als die Hälfte aller Einwohner des Landes.