Mit einem Elektro-Mobil mal schnell zum Arzt oder zum Einkaufen – auch wenn der Bus gerade nicht in Sicht und kein eigenes Auto vorhanden ist. Diese Idee schwebte dem Neuruppiner SPD-Abgeordneten Nico Ruhle für die Neuruppiner Ortsteile vor. Schließlich hatte es der Ort Barsikow mit seinem E-Dorfmobil – dem ersten in ganz Brandenburg – vorgemacht. Das Problem bei Ruhles Ansinnen: Die Neuruppiner Ortsteile scheinen kein drängendes Interesse an solch einem Fahrzeug zu haben.

Förderung des Landkreises war möglich

Ruhle hatte eine Anfrage an die Stadt zum Thema E-Mobile gestellt. Er wollte wissen, ob es korrekt ist, dass solche Fahrzeuge hätten beantragt werden können, das aber nie durch die Neuruppiner Stadtverwaltung geschehen ist. Hintergrund ist, dass eine Förderung des Landkreises in Aussicht gestellt wird.
Bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses bekam Ruhle nun eine Antwort: „Nein, ein Antrag hätte nicht gestellt werden können“, erklärte Baudezernent Arne Krohn und nahm dabei Bezug auf eine schriftliche Erklärung einer seiner Mitarbeiterinnen. Grund sei gewesen, dass es in den Ortsteilen keinen Interessenten für ein solches Projekt gab. „Wie das Dorfmobil in Barsikow zeigt, ist diese Initiative nur möglich, wenn weil die Einwohner im Dorf hinter der Idee stehen und es zugleich einen Verein vor Ort gibt, der sich sehr stark dafür engagiert.“

ÖPNV soll gestärkt werden

2019 und 2020 sei bei den Ortsvorstehern abgefragt worden, ob Interesse an der Anschaffung eines E-Mobils besteht. Eine Rückmeldung hat es nicht gegeben. Erst am 24. August hat es laut Krohn eine Beratung der Ortsvorsteher gegeben. Da sei das Thema noch einmal angesprochen worden – ohne positives Ergebnis. Im Gegenteil: Dort sei gesagt worden, dass es sinnvoller wäre, den öffentlichen Personennahverkehr zu stärken.